Halle/Magdeburg l Zum dritten Mal in Folge ist Tobias Friebertshäuser am heutigen Mittwoch im Landespokal-Finale dabei. 2013 gewann der 27-Jährige mit dem 1. FC Magdeburg den Pott, 2014 gehörte er ebenfalls zum FCM-Kader, fehlte aber aufgrund einer Verletzung beim 3:0-Endspielsieg gegen den Halleschen FC.

Am Mittwoch geht es wieder gegen den Drittligisten, diesmal im Stadtduell mit dem Oberligisten VfL Halle 96. Für den Gröninger könnte es Höhepunkt und Abschluss seiner Karriere zugleich werden.

"Wir können befreit aufspielen und haben nichts zu verlieren", sagte Friebertshäuser am Dienstag. Nachdem der Abwehrspieler im Sommer 2014 beim 1. FC Magdeburg keinen Vertrag mehr bekommen hatte, wechselte er in die 5. Liga. Beim Tabellensiebten bildet er seitdem mit dem ehemaligen Magdeburger und Kumpel Matthias von der Weth eine Achse. Beide sind in der jungen Mannschaft so etwas wie die Leitwölfe. "Der Druck liegt beim HFC. Ich denke, es könnte was gehen für uns", glaubt Friebertshäuser, dessen Mannschaft auf dem Weg ins Finale unter anderem auch Germania Halberstadt ausschaltete.

Nach der Saison ist Schluss für Friebertshäuser mit dem Fußball. "Ich wollte eigentlich schon im Vorjahr aufhören, als meine Zeit beim FCM zu Ende ging. Wenn jetzt nichts Höherklassiges mehr kommt, werde ich aufhören. Aber es ist auch klar: In meinem Alter ist es schwer, noch mal ganz oben anzugreifen", sagte Friebertshäuser, der einst vom Profi-Fußball geträumt hatte. Stattdessen wird er im väterlichen Baubetrieb einsteigen. "Aber ich habe keine Wehmut, hatte eine schöne Zeit, vor allem beim FCM." Und vielleicht kommt ja noch mal als Krönung der Landespokal hinzu.

Das Finale wird geleitet von Felix-Benjamin Schwermer (TuS Magdeburg-Neustadt). Der MDR überträgt live im Internet.

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