Halberstadt l Zum "Meistermacher" für den 1. FC Magdeburg könnte am vorletzten Spieltag ausgerechnet der einzige Rivale aus Sachsen-Anhalt werden: Parallel zum Spiel des FCM in Berlin erwartet der VfB Germania Halberstadt den Konkurrenten der Elbestädter, FSV Zwickau, im heimischen Friedensstadion.

"Wir schauen nur auf uns und gehen natürlich mit dem Ziel auf den Platz, das Spiel zu gewinnen. In erster Linie wollen wir den Zuschauern beim letzten Heimauftritt ein gutes Spiel abliefern. Mit dem Rückenwind der zuletzt guten Ergebnisse bin ich davon überzeugt, dass wir auch gegen Zwickau bestehen können. Nachdem wir gegen Teams auf unserem Niveau überzeugt haben, wollen wir dies auch gegen eine Mannschaft, die noch um die Meisterschaft spielt, unter Beweis stellen. Und wenn wir am Ende der Wegbereiter für Magdeburgs Aufstieg sind, wäre das auch eine schöne Sache", fiebert Stephan Grabinski, sportlicher Leiter des Regionalliga-Teams des VfB Germania Halberstadt, dem Spiel mit Vorfreude entgegen.

Dass die Halberstädter dem Meisterschaftsanwärter Paroli bieten können, haben sie im Hinspiel (2:1) eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Durch Tore von Kevin Nennhuber und Kevin Schlitte brachten die Germanen, damals noch unter der Regie von Interims-trainer Enrico Gerlach, den Westsachsen die erste Saisonniederlage bei. Bis zum 0:3 am letzten Wochenende gegen Union Berlin II sollte es die einzige Niederlage der Zwickauer bleiben.

"Bis auf Nick Schmidt, der etwas kränkelt, sind alle Spieler fit und freuen sich auf das letzte Heimspiel. Die Stärke unserer Mannschaft wird auch dem Gegner spätestens nach dem Hinspiel bekannt sein. Die Niederlage wird noch tief drin stecken, entsprechend motiviert wird Zwickau auftreten. Wir wollen, wie in den letzten Spielen, unser System durchziehen und das letzte Heimspiel erfolgreich gestalten", so Grabinski.

Für Philip Schubert und Kevin Schlitte wird es gleichzeitig das letzte Heimspiel im Dress der Germania, die beiden feststehenden Abgänge werden entsprechend ihrer Verdienste für den Verein würdig verabschiedet. In puncto Neuzugängen oder Vertragsverlängerungen gibt es zwar "viele Gespräche, aber keinen Vollzug", so Grabinski.