Magdeburg. Mit Peter Fechner tritt Mitte April der 16. Präsident sein Amt beim 1. FC Magdeburg an. Der Aufsichtsrat hatte den 56-Jährigen am Montagabend einstimmig zum Nachfolger von Volker Rehboldt bestimmt (Volksstimme berichtete). Ferner hatte sich das FCM-Kontrollgremium auf Dr. Lutz Petermann (47) als Vorsitzenden geeinigt.

Als seine vorrangigen Aufgaben nannte Fechner drei Ziele: "Ein neues Präsidium zusammenstellen, den Verein zu strukturieren und, ganz wichtig, einen sportlichen Leiter zu finden. Bei dieser Personalie dürfen wir keinen Fehler machen." Fechner will sich diesbezüglich mit verschiedenen Personen beraten und hofft, "dass der neue Mann wie er selber zum 15. April seinen Job antreten kann".

Was das künftige Präsidium anbetrifft, kündigte Fechner an, nicht mehr wie bislang mit fünf, sondern nur noch mit drei Personen zusammenarbeiten zu wollen. "Verschlankung" nennt er diese Veränderung.

Der 56-Jährige weiß, dass er den Posten zu einem denkbar schwierigen Zeitpunkt antritt, spricht aber gleichzeitig von einer "großen Herausforderung, der ich mich gerne stelle".

Der Club sei für ihn, so Fechner, eine Herzensangelegenheit. "Wenn man wie ich in Magdeburg geboren ist, dann hat man den Weg des FCM intensiv verfolgt. Ich erinnere mich an so manches tolle Spiel im Grubestadion, wo man in der fünften oder sechsten Reihe gestanden und nicht viel gesehen hat, wo aber jede Menge Emotionen freigesetzt wurden und man eben dabei war."

Es versteht sich fast von alleine, dass Fechner früher auch selber die Töppen schnürte (für Einheit), als rechter Verteidiger begann, später im Mittelfeld und im Sturm spielte und "es für ihn das Größte war, wenn es gelang, den FCM zu schlagen". Eine zweifache Meniskus-Operation bedeutete im Alter von 34 Jahren dann allerdings das abrupte Ende.

Es folgte eine längere fußballerische Auszeit, ehe Fechner vor zwei Jahren in den FCM eintrat und jetzt dessen Geschicke in die richtigen Bahnen lenken will.

Von der nötigen Unterstützung ist er überzeugt: "Ich denke, dass ich eine breite Zustimmung im Rücken habe. Das fängt an bei Fans und geht über die Ultras und Spieler bis hin zum Ehrenrat."

Dennoch sei noch eine Menge zu tun: "Man kann nicht nur auf dem Platz eine Mannschaft fordern, auch dahinter muss eine Mannschaft stehen. Und da haben wir noch Reserven. Die positive Energie, die der Club zweifelsohne besitzt, wird oftmals gegeneinander gelenkt. Das muss sich ändern."

In den nächsten zwei Wochen wird sich Fechner allerdings nicht um den Club kümmern können. Er tritt seinen lange geplanten Jahresurlaub an. Es geht nach Malaysia.Meinung