Garmisch-Partenkirchen (dpa). OlympJA gegen NOlympia: Das Tauziehen der München-2018-Befürworter und -Gegner ging auch am zweiten Besuchstag der IOC-Inspektoren weiter. Die IOC-Evaluierungskommission untersuchte die Sportstätten und Olympia-Tauglichkeit von Münchens vorgesehenem Co-Gastgeber Garmisch-Partenkirchen.

"Die Evaluierungskommission war begeistert", berichtete Ski-Legende und Olympia-Botschafterin Rosi Mittermaier, "die ganzen Demonstrationen darf man nicht überbewerten."

126 Tage vor der Vergabe der Winterspiele am 6. Juli in Durban lassen die Initiatoren der Opposition aber nicht locker. "Ich werde allen IOC-Mitgliedern noch einmal einen Brief schreiben und erklären, was ein Bürgerbegehren ist und was es bedeutet", verriet Grünen-Politiker Ludwig Hartmann. Sein Mitstreiter Axel Doering gab sich sogar siegessicher: "Das Bürgerbegehren kann mit seinen Folgen bis zum 6. Juli nicht abgeschlossen sein." Ein schwebendes Verfahren könnte den Münchnern den Zuschlag für das Milliardenprojekt kosten.

Die Münchner Olympia-Planer arbeiten unterdessen fieberhaft an einer Gegenstrategie. Dazu gehört auch, Olympia-Fans zu mobilisieren, die ein eigenes Bürgerbegehren initiieren könnten. "Ich kenne in Garmisch überhaupt keinen, der gegen Olympia ist", sagte Rosi Mittermaier, "das ist alles halb so wild."