Paris (jb). Die Mischung macht\'s - das hofft zumindest der Deutsche Leichtathletik-Verband, der bei der heute in Paris beginnenden Hallen-EM auf einen Mix aus alten Hasen und "jungen Wilden" setzt. Und so werden viele Youngster ihre internationale Feuertaufe erleben, darunter neben dem 21-jährigen "Küken", Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch, auch SCM-Neuzugang Josephine Terlecki (24). Als "Orientierungshilfe" sollen dabei so versierte und in der Vergangenheit erfolgreiche Oldies dienen wie Stabhochspringer Tim Lobinger (38) oder aber auch Kugelstoßer Ralf Bartels (33).

Insgesamt haben 630 Athleten aus 46 Ländern für die Titelkämpfe im Palais Omnisports gemeldet - das ist Rekord. Der DLV schickt nach dem verletzungsbedingten Startverzicht von Sprint-Europameisterin Verena Sailer und Tobias Unger ein 36-köpfiges Team - und mit Terlecki sowie 400-Meter-Meisterin Janin Lindenberg (siehe nebenstehenden Beitrag) zwei Magdeburgerinnen ins Rennen.

Die Messlatte liegt dabei verhältnismäßig hoch: Vor zwei Jahren in Turin gab es zehn Medaillen. Allerdings ist von den drei deutschen Titelverteidigern nur noch Weitspringer Sebastian Bayer dabei, dessen Super-Flug von 8,71 Meter die Konkurrenz geschockt hatte. Doch nimmt man die aktuelle europäische Bestenliste zum Maßstab, könnte das 2009er Ergebnis erreicht, ja vielleicht sogar noch getoppt werden. Berechtigte Medaillenhoffnungen dürfen sich dabei die unter den Top-Drei platzierten machen: Hürdenflitzerin Carolin Nytra, die Kugelstoßer Ralf Bartels und David Storl, die Stabhochsprung-Asse Malte Mohr und Silke Spiegelburg, Kugelstoßerin Christina Schwanitz sowie Dreispringerin Katja Demut.

"Kleinere Brötchen" will dagegen Josephine Terlecki bei ihrer EM-Premiere backen: Die 24-jährige Kugelstoßerin, mit 17,88 m in der internationalen Rangliste auf Platz zehn notiert, hofft, "mit der nötigen Lockerheit zuerst einmal die ,Quali\' zu überstehen". Was danach kommt sei Zugabe. "Aber der Endkampf wäre schon geil."