Magdeburg (dh). Es gibt sie nicht erst in dieser Saison, die Fans aus Schwaneberg, aber es gibt sie jetzt mit Trommeln, die den Rhythmus vorgeben. Beim letzten Heimspiel haben sie es eindrucksvoll laut vorgemacht, beim nächsten werden sie umso wichtiger sein: Heute empfängt die Wasserball-Union Magdeburg (WUM) in der Elbeschwimmhalle den SV Cannstatt, Anschwimmen ist um 18 Uhr - und es die Zeit der Revanche. Denn in Cannstatt haben die Schützlinge von Trainer Vlad Hagiu am vergangenen Sonntag ihre zweite Saisonniederlage (11:16) in der Bundesliga, Gruppe B, kassieren müssen - nach der schlechtesten Leistung der gesamten Serie, wie die Magdeburger nach dem Videostudium am Mittwoch einstimmig feststellten.

Hagiu hat danach auch nicht an taktischen Elementen gefeilt, sondern seine Hünen einfach quer durchs Becken geschickt, ihnen den Ball in die Hand gedrückt, sich austoben lassen, um sich von allen negativen Erinnerungen befreien zu können. Der erste Platz ist bei drei Punkten Vorsprung eigentlich nicht mehr in Gefahr, weiß WUM-Pressesprecher Frank Beiersdorf, zumal am nächsten Sonnabend zum letzten Match der Vorrunde der Tabellenletzte Leimen/Mannheim in Magdeburg antritt. Aber gerade zu Hause will WUM zeigen, dass die Niederlage zuletzt doch nur ein Ausrutscher war, begleitet von widrigen Umständen. Magdeburg war in Cannstatt nur zu neunt angetreten, frühzeitig hatten Holger Dammbrück und Dimitri Papadileris bereits zwei Herausstellungen kassiert. Cannstatt selbst hatte indes den Sieg als seine beste Saisonleistung deklariert.

Marc Böer wird heute wieder dabei sein, aufgrund eines grippalen Infekts hatte er zuletzt passen müssen. Am Donnerstag schaute er sich das Video zum Spiel noch einmal an, um die Würfe der Cannstätter Schützen zu studieren. Aber egal, ob er oder Roland Kiffer zwischen den Pfosten schwimmen wird, ihm ist mehr Unterstützung von den Vorderleuten sicher, denn Hagiu kann auf seinen kompletten Kader diesmal zurückgreifen. Die Revanche ist angerichtet - erst recht mit den Trommlern aus Schwaneberg.