Samswegen. Recht unspektakulär endet am Sonnabend (Beginn 18 Uhr, Sporthalle Samswegen) die 20. Bundesligasaison für das Gewichtheber-Sextett des SSV 1884 Samswegen. Als Zweiter der Nordgruppe für die künftige nur noch zweigleisig agierende Eliteliga qualifiziert, dürfen sich die Fans mit Fug und Recht auf einen Heimerfolg der Gastgeber gegen Aufsteiger Empor Berlin freuen.

Die Saisonbestleistung der Hauptstädter von 578,9 Punkten stellt für die Bördestemmer, die ohne ihren Ausländer Ervis Tabaku antreten, kein ernstzunehmendes Hindernis dar. Trotzdem kommt es zum Saisonausklang bei den Samswegern zu einem Debüt, denn mit Nico Krüger, Steve Wohl, Florian Altmann sowie Stefan Bruse setzt der zweifache deutsche Mannschaftsmeister gleich vier Heber aus den eigenen Reihen ein. Bei vier "Eigengewächsen" wird es auch bleiben, wenn für den zuletzt unter Rückenpro-blemen leidenden Krüger Judy Witzel eingesetzt würde.

"Wir wollen unseren Fans mit dem letzten Wettkampf noch einmal einen kurzweiligen Abend bereiten", verspricht Samswegens Sportlicher Leiter Wolfgang Weber. Mit den international erfolgreichen und vor der Saison vom AC Chemnitz nach Samswegen gewechselten Markus Krümmer und Martin Herberg im Aufgebot hat der 53-Jährige für sein Team mindestens 650 Punkte berechnet.

Am Ort des Geschehens sollen auch die nach langwierigen Verletzungen nicht in Bestform befindlichen Thomas Hoog und Ingo Sandau sein. Die Chancen, dass beide in der kommenden Saison dem SSV-Team angehören, sind jedoch gering. Nach dem Wettkampf, so Weber, sollen mit jenen Stemmern, mit denen er plant, Vertragsgespräche geführt werden. Darüber hinaus, so war gestern weiter zu erfahren, ist der SSV Samswegen mit "mehreren deutschen Hebern" im Gespräch.