Von Uwe Tiedemann

Magdeburg. Nachdem der sogenannte Kampftag beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg in der vergangenen Woche wegen des Landespokal-Viertelfinalspiels beim HFC (0:1 nach Verlängerung) ausfiel, war es gestern wieder soweit. Allerdings musste Trainer Wolfgang Sandhowe ein wenig improvisieren, weil zahlreiche Akteure am Abend in der zweiten Mannschaft eingesetzt wurden.

"Doch selbst, wenn mir nur ein Spieler zur Verfügung stehen würde - es lohnt sich immer", betonte der 57-Jährige, der die Frage, wie lange dieser Kampftag beibehalten wird, so beantwortete: "Bis ich finde, dass die Mannschaft meinen Ansprüchen gerecht wird." Konkreter: "Was die Defensive anbetrifft, gefällt mir das Auftreten schon recht gut. Wo es noch hapert, ist die Offensive. Da müssen wir noch eine ganze Menge tun."

In der Tat konnte der Club auch unter seiner Regie die Ladehemmung (noch) nicht ablegen, erzielte in drei Punktspielen und einem Pokalmatch ein mageres Törchen - was immerhin beim 1:0 in Kiel drei ganz wertvolle Punkte einbrachte.

Allerdings ließ Sandhowe durchblicken, dass er die Trainingseinheiten am "Kampftag" möglicherweise von drei auf zwei reduziert.

Doch es geht an diesem Tag um mehr als nur Schinderei. Sandhowe: "Ich bin nicht nur der Schleifer, sondern es können auch in pädagogischer Hinsicht gewisse Dinge wie Einzelgespräche aufgearbeitet werden. Diesmal habe ich mich z. B. lange mit Manuel Stiefel unterhalten, ihm erklärt, warum er derzeit nicht so viele Einsatzzeiten bekommt."

Mit dem Vorgehen des neuen Präsidiums, das in Bezug auf eine Vertragsverlängerung für 2011/12 noch abwarten will, kann Sandhowe indes gut leben: "Dafür habe ich vollstes Verständnis. Es muss erst klar sein, wohin der Zug rollt. Dass ich gerne weitermachen würde, ist sicher kein Geheimnis."