Uerdingen. Die Wasserball-Union Magdeburg (WUM) hat den Aufstieg in die Bundesliga-Gruppe A verpasst. Gestern Abend unterlag das Hagiu-Team im fünften und entscheidenden Playoff-Spiel bei Bayer Uerdingen mit 6:9 (1:1, 2:4, 2:3, 1:1). Erneut scheiterte WUM im Angriff.

Das Ungemach drohte spätestens, als über den Live-Ticker im Internet aus der Traglufthalle am Waldsee verkündet wurde: "WUM vergibt reihenweise Chancen. Sieht schlecht aus ... noch 4:30 Minuten" - und zwar im letzten Viertel. Bei so viel Ernüchterung in den Worten starb die Hoffnung auf den Aufstieg im Eiltempo.

Dabei war es diesmal nicht etwa die Anzahl der vergebenen Chancen, es war vielmehr die fehlende spielerische Linie, die WUM den Erfolg kostete. Die Abwehr leistete, wenngleich die Keeper Marc Böer und Roland Kiffer wenig Glück hatten, eine gute Arbeit. Aber in der Offensive ließen sich die Gäste wohl allzu sehr von der tollen Stimmung, für die die Bayer-Fans sorgten, verrückt machen.

Hagiu bot überraschenderweise Milos Sekulic, seinen Vorgänger, auf. Hagiu konnte auf Lazar Kilibarda nach dessen Sperre zurückgreifen. Aber der 25-Jährige blieb erneut weit unter seinen Möglichkeiten. "Wir haben wieder nicht das umgesetzt, was wir eigentlich wollten", resümierte Christopher Bott, mit drei Toren erfolgreichster Schütze. Andererseits: Uerdingen lieferte die beste Leistung dieser Playoff-Serie ab.

Nun muss WUM, so will es das Spielsystem, gegen Leimen/Mannheim sogar um den Klassenerhalt in der B-Gruppe kämpfen. Am Sonnabend steigt die erste Partie in Leimen. Zwei Siege sind dann nötig, um den nächsten Angriff auf die A-Gruppe starten zu dürfen - in einem Jahr.

WUM: Kiffer/Böer - Schlanstedt (1), Butikaschwili, Richter, Papadileris, Stelzner, C. Bott (3), Dammbrück, Loncaric, Hagendorf, Kilibarda (2), Sekulic