Magdeburg. "Regeneration ist in der Endphase der Saison das A und O", betonte SCM-Trainer Frank Carstens zuletzt immer wieder - und gab seinen Spielern aus gutem Grund drei Tage frei. Denn beim Tabellensiebten häufen sich die Ausfälle im Training. Doch dank der medizinischen und physiotherapeutischen Abteilung schafften es die angeschlagenen Stammspieler bisher immer, zum Spiel wieder fit zu sein. Mit einer Ausnahme, deren Folgen um so schwerer wiegen: Gerrie Eijlers.

Für den am Meniskus operierten Keeper gilt seit seiner Entlassung aus der Uniklinik am Mittwoch "hoch das Bein". Der Holländer, dem vorerst "absolute Ruhe" verordnet wurde, muss sich heute noch einmal bei seinem Operateur Prof. Christoph H. Lohmann vorstellen und hofft, "dass er mir sagen kann, wann und wie es weitergeht. Auf jeden Fall möchte ich am Montag mit der Reha beginnen", so Eijlers, der schon Hummeln im Hintern hat und von einem vorzeitigen Saisonaus nichts hören will. "Das Knie ist nicht mehr dick, ich habe keine Schmerzen, am liebsten würde ich schon gegen Wetzlar wieder im Kasten stehen."

Doch beim besten Willen, so schnell schießt wohl selbst ein Holländer nicht. Und so ruhen die Hoffnungen zunächst auf der Nummer zwei im Kasten, Dario Quenstedt. Allerdings hat die Sache einen kleinen Haken, denn auch der Youngster verharrt derzeit im Ruhezustand. "Ich schlage mich seit Wochen mit Bandscheibenproblemen herum, hatte deshalb langfristig eine PDI (spezielle Schmerzbehandlung an der Wirbelsäule/d. Red.) geplant. Die wurde inzwischen erfolgreich durchgeführt, allerdings darf ich erst ab Montag wieder trainieren. Fürs Wetzlar-Spiel sehe ich aber keine Gefahr."

Über seine Rolle als "Notnagel" macht sich der Juniorenweltmeister, der den SCM im Sommer in Richtung Nettelstedt verlässt, um Platz für Björgvin Gustavsson zu machen, keine Gedanken: "Ich betrachte die Situation professionell: Ich werde gebraucht, also bin ich da und werde versuchen, die Bälle so gut es geht zu halten. Der Rest kommt dann von ganz alleine."