Potsdam (dpa). Die Spielerinnen bildeten einen hüpfenden Freudenkreis, der Erfolgstrainer schmunzelte überlegen: Champions-League-Titelverteidiger FFC Turbine Potsdam hat gestern mit einem 1:0 (1:0) im deutschen Halbfinal-Duell gegen den FCR Duisburg zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte ein europäisches Endspiel erreicht. Zugleich dürfen sich die Turbine-Spielerinnen über ein Preisgeld von 200 000 Euro für den Finaleinzug freuen.

"Es ist Wahnsinn, was hier abgelaufen ist. In Potsdam ist die Mannschaft der Star, das hat man heute gesehen", sagte ein sichtlich gerührter Potsdamer Trainer Bernd Schröder mit Tränen in den Augen nach Abpfiff. "Ich muss den Hut ziehen vor der Leistung, die beide Teams gezeigt haben."

Am 26. Mai treffen die "Torbienen" in London auf Vorjahrs-Finalgegner Olympique Lyon, das sich bereits tags zuvor mit einem 3:2 über den FC Arsenal erneut für das Endspiel qualifiziert hatte. Für das "goldene Tor" vor nur 4600 Zuschauern im nicht ausverkauften Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion sorgte die Japanerin Yuki Nagasato nach Kopfball-Vorlage von Viola Odebrecht nach 40 Minuten.

"Finale, oho", tönte danach der Fan-Gesang durchs Stadion. Nach dem 2:2 im Hinspiel hatte Schröder keine Gelegenheit versäumt, sein Team vor dem gefährlichen Duisburger Angriff zu warnen und von einem "trügerischen" Hinspielresultat gesprochen.

Und tatsächlich starteten die FCR-Damen wie die Feuerwehr, hatten durch die Japanerin Kozue Ando zwei Riesenchancen. Diese wurden aber von der "Elfmeter-Heldin" aus dem letztjährigen Endspiel, Anna Felicitas Sarholz, im Potsdamer Tor mit großartigen Paraden entschärft.

Turbines Nationalspielerin Fatmire Bajramaj bestätigte anschließend ihren Wechsel zum Pokalsieger FFC Frankfurt.