Magdeburg. Conny Waßmuth, Andreas Ihle und Erik Leue - allesamt Kanu-Weltmeister, die beiden Erstgenannten zudem Olympiasieger - vertreten von heute bis Sonntag die Farben des SCM beim Weltcup in Duisburg. 45 Nationen haben für den dritten Weltcup dieser Saison gemeldet. Speziell die Elite des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) paddelt drei Tage lang um die Plätze in den deutschen Auswahlbooten für die WM im ungarischen Szeged. Vom 17. bis 21. August geht es auf der Traditionsstrecke in Ungarn um die Quotenplätze für Olympia 2012 in London.

Zuletzt beim Weltcup im böhmischen Racice hatte der DKV noch seine Nachwuchstalente der U 23 an den Start geschickt. Währenddessen bereitete sich die Leistungsklasse an der Sportschule Kienbaum gezielt auf das bevorstehende Wochenende vor. Björn Bach, Leiter des Magdeburger Kanu-Bundestützpunktes, sieht den Rennen auf der Wedau optimistisch entgegen: "Ich habe in den letzten Tagen nichts Neues von unseren drei Athleten gehört. Und das ist schon mal ein gutes Zeichen."

Gleich drei Qualifikationsmöglichkeiten hat Conny Waßmuth. Die 28-Jährige geht im Kajak-Einer über 200 m und 500 m sowie in der 4x200-m-Staffel an den Start. "Conny soll sich über die Staffel für die WM qualifizieren. Doch auch bei der Besetzung des Vierers ist noch nicht aller Tage Abend. Conny müsste sich über eine vordere Platzierung über 500 m dafür ins Gespräch bringen."

Von Andreas Ihle erwartet Bach, dass sich dieser zusammen mit dem Neubrandenburger Martin Hollstein im K II über 1000 m das WM-Ticket sichert. Das Duo geht allerdings auch über die 500 m ins Rennen. "Wer Andreas kennt, der weiß, dass er ein Wettkampftyp ist und trotz seines Trainingsrückstandes wegen der Schulterverletzung immer eine Schippe zulegen kann, wenn es drauf ankommt."

Komplizierter stellt sich die Lage für Erik Leue dar. Der Canadierfahrer hofft, dass sein Partner im zweiten Zweier über 1000 m, Robert Nuck (Karlsruhe), nach überstandener Bronchitis wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Denn der erste DKV-Zweier mit Erik Rebstock und Ronald Verch ist bärenstark.