Düsseldorf (dpa). Die Fußball-Weltmeisterinnen Anja Mittag und Sonja Fuss sind im harten WM-Ausleseverfahren bei Titelverteidiger Deutschland durch das Raster gefallen. Neben der Stürmerin von Turbine Potsdam und der Abwehrspielerin des FCR Duisburg strich Bundestrainerin Silvia Neid gestern auch Josephine Henning (Potsdam), Conny Pohlers (1. FFC Frankfurt) und Torhüterin Lisa Weiß (SG Essen-Schönebeck) aus dem Kader für die Heim-WM. Dafür geht Almuth Schult vom Magdeburger FFC als Nummer drei hinter Nadine Angerer (1. FFC Frankfurt) und Ursula Holl (Duisburg) ins Turnier. "Wir haben in den vergangenen Wochen sehr genau analysiert und uns die Wahl nicht leicht gemacht", sagte Neid.

Die Vorbereitung bis zum Eröffnungsspiel am 26. Juni in Berlin gegen Kanada bestreitet das Team mit 21 Akteurinnen. Vormittags teilte die Trainerin dem Quintett die Nichtberücksichtigung per Telefon persönlich mit. "Sie haben ein Recht darauf, eine Erklärung für meine Entscheidung zu erhalten", betonte Neid.

Fuss und Mittag gehörten in den vergangenen Jahren bei allen großen Erfolgen zum Team. Mittag be-schlich schon vorher ein "mulmiges Gefühl". "Das sagte mir, dass es mich treffen könnte. Ich kann das gut einschätzen, ich war ja lange dabei in der Vorbereitung", erklärte Mittag.

Der deutsche WM-Kader - Tor: Nadine Angerer (1. FFC Frankfurt), Ursula Holl (FCR Duisburg), Almuth Schult (Magdeburger FFC); Abwehr: Saskia Bartusiak (1. FFC Frankfurt), Babett Peter (Turbine Potsdam), Annike Krahn (FCR Duisburg), Linda Bresonik (FCR Duisburg), Bianca Schmidt (Turbine Potsdam), Lena Goeßling (Bad Neuenahr), Verena Faißt (Wolfsburg); Mittelfeld: Simone Laudehr (FCR Duisburg), Melanie Behringer (1. FFC Frankfurt), Celia Okoyino da Mbabi (Bad Neuenahr), Kim Kulig (HSV), Ariane Hingst (1. FFC Frankfurt), Kerstin Garefrekes (1. FFC Frankfurt), Fatmire Bajramaj (Turbine Potsdam); Angriff: Inka Grings (FCR Duisburg), Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt), Martina Müller (Wolfsburg), Alexandra Popp (FCR Duisburg)