Von Rudi Bartlitz

Magdeburg. Noch 463 Tage verbleiben, bis in der britischen Hauptstadt die, wie es exakt heißt, Spiele der XXX. Olympiade beginnen. Wie überall auf dem Globus, bereiten sich auch die Athleten des SC Magdeburg seit geraumer Zeit intensiv auf diesen Höhepunkt des Weltsports vor. Im November wurde dazu ein eigenes SCM-Team London gegründet. 27 Athleten in fünf Sportarten wurden seinerzeit berufen. In dieser Woche nun wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen.

Auch wenn die überwiegende Mehrzahl der Qualifikationswettkämpfe für die Jahreshöhepunkte – und damit die Chancen, sich im nächsten Jahr für das deutsche Olympiateam zu empfehlen – erst in den nächsten Wochen und Monaten anstehen, meint SCM-Präsident Dirk Roswandowicz: "Sportlich befinden wir uns auf dem richtigen Weg." 12 bis 14 Athleten, so die Zielstellung, sollen sich im nächsten Jahr für einen Start in London qualifizieren.

Nachdem 2008 in Peking drei Medaillen (2 Gold, 1 Bronze) erobert worden waren, war bei der Teambildung das Ziel "3 plus x" vorgegeben worden. Doch Roswandowicz relativiert jetzt: "Wir sind nicht schlechter geworden, aber andere Länder haben enorm aufgeholt. Deshalb bleibt es erst einmal unser vorrangiges Ziel, die besagten 12 bis 14 Sportler ins deutsche Olympiateam zu bringen."

Die besonderen Hoffnungen des Klubs ruhen, wie stets vor Olympia, auf den Kanuten. Sechs von ihnen – die beiden Peking-Olympiasieger Conny Waßmuth und Andreas Ihle, Chris Wend, Erik Leue, Nicole Beck, Chris Wend und Sören Schust – gelten als Anwärter auf ein Ticket, so Kanu-Stützpunkt-Chef Björn Bach. "Vier sollten es schon schaffen, und deren Ziel ist dann die Endkampfteilnahme."

Erstmals hat der SCM auch ausländische Sportler in sein Olympiateam berufen. Es sind dies die Handballer Bartosz Jurecki (Polen), Robert Weber (Österreich), Björgvin Gustavsson (Island) und Jure Natek (Slowenien).