Magdeburg. Christian Schlanstedt war am Sonnabend der Spieler des Tages, doch er selbst hatte gleich nach dem Sieg erklärt: "Es gab keinen, von dem man sagen könnte, er hat das Spiel komplett entschieden." Trotz personeller Defizite hat die Wasserball-Union Magdeburg (WUM) im vierten Playoff-Match die Chance auf den Aufstieg in die Bundesliga-Gruppe A gewahrt. In der heimischen Elbeschwimmhalle gewann das Team von Trainer Vlad Hagiu mit 13:8 (3:0, 4:4, 3:3, 3:1) gegen Bayer Uerdingen. Und Schlanstedt war mit vier Toren aus fünf Versuchen der beste Schütze der Magdeburger.

Das wiederum zeigt, dass WUM weit effizienter vor dem Bayer-Gehäuse von Tobias Schweifhoff agierte, als noch am Wochenende zuvor in Uerdingen. 30 Möglichkeiten zählten die Gastgeber am Sonnabend, 13 nutzten sie, was eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den beiden zuletzt erlittenen Niederlagen bedeutete. Die Grundlage für den Erfolg einer 32-minütigen Dominanz legten die Hagiu-Hünen einmal mehr in der Defensive. Beginnend bei Marc Böer, der Keeper parierte neun Bälle, über viele Ballgewinne zelebrierten die Magdeburger ein Konterspiel, dem Bayer zu selten folgen konnte.

Hagiu ließ sich hinsichtlich der gezeigten Leistung sogar zum Prädikat "unglaublich" hinreißen, zumal mit Lazar Kilibarda der beste Schütze der B-Gruppe (63 Treffer) seine Sperre absitzen musste – am Mittwoch im fünften und entscheidenden Spiel in Uerdingen (20 Uhr) ist er wieder dabei. Aber dann, blickte Schlanstedt voraus, "wird es wieder ein völlig anderes Spiel".

WUM: Böer/Kiffer – Schlanstedt 4, Butikaschwili 2, Richter, Papadileris, Stelzner 2, C. Bott 1, Dammbrück 1, Loncaric 3, Hagendorf