Sigulda (dpa). Am Ende einer denkwürdigen Saison konnte Seriensiegerin Tatjana Hüfner endlich wieder strahlen. "Die Erleichterung ist schon sehr groß. Ich bin glücklich, dass es so knapp gereicht hat", sagte die Rodel-Olympiasiegerin beim Weltcup-Finale im lettischen Sigulda nach ihrem hauchdünnen Erfolg vor der Russin Tatiana Iwanowa.

Eine Woche nach der historischen Niederlage der deutschen Frauen stellte die Blankenburgerin mit ihrem siebten Saisonsieg nicht nur die gewohnte Hackordnung wieder her, sondern konnte auch rundum zufrieden die Trophäe für ihren vierten Weltcup-Gesamtsieg in Em-pfang nehmen. "Die kommt in die Vitrine zu den anderen." Der Weltmeisterin, deren erneuter Gesamtsieg im Weltcup schon festgestanden hatte, gelang zunächst ein schwächerer erster Lauf in Sigulda. Danach kündigte sie an: "Für mich gibt es kein Aufgeben. Ich bin immer motiviert." Im zweiten Durchgang fuhr sie dann Bahnrekord und verdrängte Iwanowa noch um die Winzigkeit von 13 Tausendstelsekunden.

Während sich Hüfner sowie die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt über ihre Gesamtsiege freuten, atmeten die Verantwortlichen nach der Team-Staffel erleichtert durch. Unter den Augen von IOC-Präsident Jacques Rogge verlief der Wettbewerb, der auf die Aufnahme ins Olympia-Programm hofft, diesmal ohne Probleme. "Das war sehr gut", sagte Rogge, wollte aber keine Vorhersagen über die Entscheidung in Sachen Olympia treffen. Das Resultat war Nebensache: Die deutschen Rodler wurden Dritte, es siegte das russische Team.

Einen Dämpfer gab es für Olympiasieger Felix Loch. Der 21-Jährige landete abgeschlagen auf Rang 14 und musste seine Hoffnung auf den Gesamtsieg vertagen. Eine Klasse für sich war Armin Zöggeler, der mit dem 54. Weltcup-Erfolg zum zehnten Gesamtsieg fuhr.