München (dpa). Kopf frei für die große Revanche: Vor dem Start in die "heißen Wochen" verordnete Louis van Gaal eine Auszeit, die Bayern-Profis fieberten aber dennoch den anstehenden Großaufgaben entgegen. "So ein freier Tag ist auch mal gut für den Körper und den Kopf. Aber jetzt entscheidet sich, in welche Richtung diese Saison läuft", stimmte Mario Gomez am trainingsfreien Montag seine Kollegen vom Bayern München vor dem ersten Akt in der Champions League gegen Titelverteidiger Inter Mailand auf die erhoffte Revanche ein.

Neun Monate nach der bitteren 0:2-Niederlage gegen Inter im Endspiel der Champions League sieht sich der deutsche Fußball-Rekordmeister bestens gerüstet für das brisante Duell. "Wir haben uns als Mannschaft wieder gefangen. Wir sind auf einem guten Weg", sagte Gomez, der am Mittwoch nach einer Sprunggelenksblessur ebenso auflaufen kann wie Keeper Thomas Kraft. "Ich bin fit, alles ist okay", sagte der Schlussmann.

Zwei überzeugende Bundesliga-Siege, zudem dank der Rückkehrer Arjen Robben und Franck Ribéry endlich wieder die erhoffte Offensivwucht – das Selbstvertrauen ist rechtzeitig vor dem Achtelfinale-Hit in der Königsklasse zurückgekehrt beim FC Bayern. "Weiterkommen ist auf jeden Fall drin", betonte Nationalspieler Thomas Müller. Auch Gomez sieht beide Teams auf Augenhöhe, doch der Torjäger warnte: "Sie haben unwahrscheinlich viel individuelle Klasse. Sie haben viele Spieler, die ein Spiel entscheiden können." Das jüngste Auftreten macht dem Bayern-Tross Mut: "Wir wollen in Mailand ein sehr, sehr gutes Ergebnis erzielen für das Rückspiel. Wir wollen uns eine gute Ausgangsposition verschaffen", sagte Gomez.

Ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis beim erneuten Wiedersehen mit seinen alten Kollegen erwartet auch der Ex-Münchner Lucio. "Es gibt keinen Favoriten", sagte der brasilianische Abwehr-Routinier und fügte mit Blick auf das Rückspiel (15. März) hinzu: "Am besten, wir gewinnen am Mittwoch 2:0, dann wird die Aufgabe in München einfacher."

Wir holen in Mailand mindestens ein Unentschieden", versprach Präsident Uli Hoeneß. "Inter ist nicht mehr so stark wie im vergangenen Mai."