Magdeburg. FCM-Neuzugang Shergo Biran hatte beim gestrigen Training ein grünes Leibchen an – so wie u.a. Stephan Neumann, Daniel Bauer, Kosta Rodrigues, Marvin Wijks und Rainer Müller –, ein klares Zeichen für die zu erwartende Start-Aufstellung der Elbestädter morgen bei der U 23 des VfL Wolfsburg (Anstoß 13 Uhr/Stadion Elsterweg). Birans Mitspieler suchten den Angreifer immer wieder zum Doppelpass, zur Ablage und dann natürlich mit ihren Flanken.

Seit geschlagenen sechs Monaten (letztes Spiel am 28. August für Dynamo Dresden) hat der Deutsch-Syrer kein Pflichtspiel mehr absolviert. Seit Anfang Januar beim FCM, war der 32-Jährige wegen seiner Re-Amateurisierung bis Ende Februar gesperrt. Morgen nun darf der Vollblutstürmer (2008 bis 2010 – 49 Tore für Union Berlin) zum ersten Mal für seinen neuen Verein ran – gerade rechtzeitig, da der FCM in den kommenden vier Wochen sechs Partien (fünf Punktspiele, Pokal beim HFC) im Programm hat.

Trainer Ruud Kaiser hält große Stücke auf seinen Angriffs-Neuzugang: "Ich habe ihn geholt, damit er spielt. Shergo hat die Qualität, die wir brauchen." Kaiser schränkt in seiner Beurteilung seines lange gesperrten "Knipsers" aber auch ein: "Biran fehlt natürlich die Spielpraxis. Er hat, seit er bei uns ist, bis zum Umfallen trainiert und hat abgenommen. Auch wenn er nicht sofort in Top-Form ist, ist er für uns doch sehr wertvoll."

Kaiser rechnet damit, dass der Stürmer "sehr schnell" Höchstform erreicht und sieht Biran auf gutem Weg: "Jetzt, in den englischen Wochen, werde ich ihn von Spiel zu Spiel aufbauen, ohne ihn zu verheizen."

Biran übt sich indes vor seinem FCM-Debüt verbal in Zurückhaltung: "Ich brenne darauf, endlich spielen zu können, nachdem ich jetzt wochenlang nur trainiert habe. Es geht überhaupt nicht um mich, sondern darum, dass ich der Mannschaft helfen kann, aus dem Tabellenkeller herauszukommen."

Morgen, beim Tabellendritten, soll Biran in der FCM-Startelf stehen. Über die taktische Konstellation hält sich Kaiser allerdings bedeckt: "Das ist nichts für die Öffentlichkeit. Wer möchte, kann es beim Anpfiff sehen."