Von Daniel Hübner

Magdeburg. Folgende Frage hatte sich eigentlich erübrigt: Herr Hagiu, waren Sie zufrieden mit Ihrer Mannschaft? Vlad Hagiu, der Trainer der Wasserball-Union Magdeburg (WUM), legte lächelnd seinen Kopf zur Seite und ließ die Zeit seiner Antwort kommentarlos ablaufen.

Seine Schützlinge haben am Sonnabend in heimischer Halle ihr letztes Saisonspiel in der Bundesliga, Gruppe B, mit 27:2 (8:1, 5:0, 7:1, 7:0) gegen Leimen/Mannheim gewonnen. Bei der abendlichen Feier danach wurde immer wieder die Frage gestellt: "War das heute langweilig?" Eine berechtigte Frage in Anbetracht dieser unheimlichen Dominanz. Aber Frank Beiersdorf, der Pressesprecher, hatte auch eine positive Antwort: In einem Spiel, in dem es um nichts mehr geht, "muss man erst einmal so auftreten".

Und das von Beginn an: im Zweikampf stärker, im Umschalten Dimensionen schneller, in der offensiven Spielführung ohne Vergleich – WUM hatte am Sonnabend gar keinen Kontrahenten. WUM zelebrierte Ballstafetten, die Bayer Uerdingen, der Playoff-Gegner ab Mittwoch, 23. März, womöglich nie zulassen wird. Und für WUM durfte Lazar Kilibarda als bester Schütze elf Treffer erzielen, weshalb der eh schon Führende in der Schützenliste der Gruppe B mit 63 Toren den Saisonbestwert aller Werfer erzielte – wie im Vorjahr.

Diese Partie darf man also nicht als eine Generalprobe für die Aufstiegsspiele bezeichnen. Hagiu hat vorgesorgt und sich für das kommende Wochenende Gruppen-Konkurrent Poseidon Hamburg für ein dreitägiges Trainingslager eingeladen, Poseidon muss im Playdown um den Klassenerhalt gegen einen Zweitligisten antreten. "Ich wollte einen konditionell guten Gegner haben", sagte der Coach – hoffentlich wird er nicht enttäuscht.

WUM: Kiffer/Böer – Schlanstedt, Butikaschwili (7), Richter (1), Papadileris (1), C. Bott (2), D. Bott (1), Loncaric (4), Kilibarda (11), Hagendorf