Magdeburg. Gute Nachrichten aus dem FCM-Lager: Das neue Präsidium ist seit gestern komplett, die Lizenz-Unterlagen für die kommende Saison wurden fristgerecht beim DFB eingereicht, und bei der Suche nach einem sportlichen Leiter befindet sich der Verein "auf der Zielgeraden".

Doch der Reihe nach. Nachdem das komplette Präsidium im November 2010 seinen Rücktritt erklärt und seitdem nur noch kommissarisch gearbeitet hatte, präsentierte gestern der Vorsitzende des FCM-Aufsichtsrates, Lutz Petermann, das neue Gremium. Zusammen mit Präsident Peter Fechner werden ab 15. April der auf Wirtschaftsrecht spezialisierte Rechtsanwalt Hagen Hoffmann (37) als Vize und der bereits im Vorgänger-Präsidium für Finanzen zuständige Schatzmeister Guido Nienhaus die Geschicke des Vereins lenken. "Wir haben einen Schatz zu hüten, den FCM", sagte Nienhaus, zugleich auch Vizepräsident, der im neuen Führungsgremium seine Arbeit der zurückliegenden drei Jahre fortsetzen will.

"Mit Guido Nienhaus und Hagen Hoffmann konnten wir zwei absolute Fachleute auf ihren Gebieten gewinnen. Wir werden alles dafür tun, den FCM wieder auf Erfolgskurs zu bringen", begründete Fechner seinen Personal-Vorschlag, der die Zustimmung des Aufsichtsrates fand. "Oberste Priorität", so Fechner, habe nun die "Suche nach einem hauptamtlichen sportlichen Leiter". Die Liste der Kandidaten werde derzeit "verdichtet". Bis Ende April will Fechner "zu einem Ergebnis kommen".

Positiv auch die Nachricht, dass der FCM seine Lizenzunterlagen für die kommende Regionalliga-Saison fristgerecht am 30. März beim DFB eingereicht hat. Eine erste Reaktion aus Frankfurt/Main erwartet Ines Schwarz, Kaufmännische Leiterin des FCM, bis Ende April. Der Regionalligist plant für die Saison 2011/12 bei einem Zuschauerschnitt von 4000 bis 4500 mit einem Etat von 2,49 Millionen Euro – 70 000 Euro mehr als in der laufenden Spielzeit. Die Position Personalkosten liegt demnach 230 000 Euro über der derzeitigen.

Einsparungen ergeben sich beim FCM trotz der abnehmenden Zuschauerzahl derzeit nach Nienhaus’ Aussagen vor allem wegen des schlechten Tabellensituation. Prämien, so der alte und neue Schatzmeister, werden "in Abhängigkeit vom Tabellenplatz gezahlt". Sonderzahlungen gebe es nur, wenn das Regionalligateam "langfristig oben mitspielt". Diese Klausel werde festgemacht am Abstand zum Tabellenführer.

Auf die Frage, was aus dem vor Saisonbeginn verkündeten Zweijahresplan des FCM wird, sagte Fechner: "Es gibt einen kurzfristigen Plan, den Klassenerhalt. Dann werden wir mit dem Trainer und dem sportlichen Leiter neue Ziele festlegen. Ob der Aufstieg schon nächste Saison zur Debatte steht, damit möchte ich warten bis wir einen sportlichen Leiter haben."

Zur Zukunft von FCM-Trainer Wolfgang Sandhowe sagte Fechner: "Wir werden erst das Ergebnis abwarten, dann sehen wir weiter."