Für Fußball-Oberligist Germania Halberstadt nimmt das ehrgeizige Ziel Aufstieg immer mehr konkrete Formen an. Erst recht nach dem souveränen 3:1 (1:0)-Erfolg am Mittwoch im Nachholspiel beim VfB Auerbach. Die Vorharzer sind nunmehr seit 21 Oberliga-Partien ungeschlagen, sammelten zudem in einer Saison rekordverdächtige 15 Siege und 51 Punkte. Diese Erfolgsserie will die Mannschaft um Trainer Andreas Petersen nun am Sonntag im Heimspiel gegen Luckenwalde weiter ausbauen.

Halberstadt. Die Nachholpartie des VfB Germania Halberstadt in Auerbach war seit Wochen Gesprächsstoff: Schlüsselspiel, Vorentscheidung, Gipfeltreffen waren die meist genannten Schlagworte. Für Halberstadts Trainer Andreas Petersen war es sogar ein Jubiläum: Seit nunmehr vier Jahren und 120 Begegnungen steht er an der Germania-Seitenlinie. Dass es am Ende mit dem 3:1-Erfolg ein sehr gutes Ende nahm und die Rückkehr an die Spitze der Oberliga inklusive hatte, freute ihn umso mehr: "Wir genießen diesen Moment erst einmal, eine Vorentscheidung war das meiner Meinung aber nicht."

Das 3:1 war für die Germania ein weiterer Baustein in der inzwischen unheimlich anmutenden Statistik: Halberstadt bleibt in dieser Saison auswärts weiterhin ohne Niederlage und ist seit 21 Begegnungen ungeschlagen.

Auerbach war dies seit 13 Spielen und außerdem die heimstärkste Elf des Klassements. Dass eine dieser Serien reißen würde, war sehr wahrscheinlich. Mit jetzt 51 Punkten haben die Germanen zudem nach 23 Spieltagen ihr bislang bestes Ergebnis aus der Spielserie 2005/06, als sie mit 50 Zählern Sechste wurden, getoppt.

Auch in der Torjägerliste sind weiterhin zwei Vorharzer ganz vorn dabei. Michael Preuß, der in Auerbach den Elfmeter zum 2:1 herausholte, und Florian Eggert, der diesen Strafstoß sicher nutzte, haben je zwölfmal getroffen. Nur Auerbachs Marcel Schuch (13) ist besser. Halberstadts zweifacher Torschütze Torsten Marx freute sich augenscheinlich über seine Saisontore zwei und drei: "Die hatten mich wohl nicht auf der Rechnung. Wenn wir jetzt auch unser letztes Nachholspiel gewinnen, haben wir fünf Punkte Vorsprung auf Auerbach, das wäre schon was."

Andreas Sommermeyer, der einige Jahre für Germania im rechten Mittelfeld spielte und am Mittwoch zum Auerbach-Aufgebot gehörte, zog folgendes Fazit: "In der ersten Halbzeit haben wir es verpasst, ein Tor zu machen. In der zweiten lief es bei uns nicht mehr so gut, daher geht der Halberstädter Sieg in Ordnung."