Magdeburg. Die deutschen Rennkanuten lassen es wie gewohnt schon zum Saisonstart so richtig krachen. Die heute beginnende zweite Ranglisten-Regatta des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) auf der Wedau bei Duisburg ist zugleich die deutsche Meisterschaft in den olympischen Einer-Disziplinen. Die Entscheidungen im Kajak-Einer der Damen über 200 m und 500 m sowie im Kajak- und im Canadier-Einer der Herren über 200 und 1000 m gelten als entscheidende Tests für die deutschen Startplätze beim Weltcup vom 27. bis 29. Juli in Duisburg.

Alle deutschen WM-Medaillengewinner des Vorjahres, bis auf die Mutterfreuden entgegenblickende Katrin Wagner-Augustin und die eine kreative Pause einlegende Fanny Fischer, werden an den Start gehen.

In der Leistungsklasse dürfen einige SCM-Kanuten Hoffnungen auf Plätze in den DKV-Auswahlbooten machen – allen voran der Olympiasieger und Weltmeister im Kajak-Zweier, Andreas Ihle. Der 31-Jährige könnte nach Auffassung des Magdeburger Bundesstützpunktleiters Björn Bach, "wenn es optimal läuft, über 1000 m um eine Medaille mitfahren".

Eine realistische Chance, sich in den Kajak-Vierer über 500 m zu paddeln, hat Conny Waßmuth, ebenfalls Olympiasiegerin und Weltmeisterin.

Interessant dürfte eine der wenigen Zweier-Qualifikationen außerhalb der Meisterschaften werden. Da tritt nämlich im Canadier-Zweier über 1000 m Chris Wend (SCM) mit Tomasz Wylenzek (Essen) gegen Erik Leue (SCM) und Thomas Lück (Neubrandenburg) an. Noch vor zwei Jahren waren Leue/Wylenzek Vizeweltmeister über diese Distanz geworden, ehe sich das ungleiche Duo im Jahr darauf trennte.