Von Florian Bortfeldt

Halberstadt. Bereits am 27. Spieltag beim FC Carl-Zeiss Jena II, damit vier Runden vor Saisonschluss, kann Germania Halberstadt den Aufstieg in die Regionalliga realisieren und somit für eine kleine Sensation in der Oberliga sorgen. Kein Fußball-Experte hätte vor Serienbeginn damit gerechnet, dass die Vorharzer, bei denen im Sommer 2010 bis auf wenige Stammspieler fast die gesamte Mannschaft ausgetauscht wurde, derart überzeugend durch das Sportjahr marschieren. Seit dem zweiten Spieltag sind die Halberstädter ohne Niederlage. Die Konkurrenz aus Bautzen und Auerbach wurde in der Rückrunde vorzeitig abgehängt.

Darum will die Mannschaft von Trainer Andreas Petersen auch schon den ersten der vier Matchbälle nutzen, um das Meisterstück perfekt zu machen. "Ich warne bewusst vor Jena, denn die Thüringer stecken noch mitten im Abstiegskampf. Es wird ein hartes Stück Arbeit bis zum möglichen Aufstieg. Aber fest steht auch, wir wollen so schnell wie möglich die fehlenden drei Punkte einfahren", meinte der Trainer vor Spielbeginn und setzte fort: "Wenn wir wieder so zielstrebig und entschlossen auftreten, ist ein Sieg drin."

Geht man allein nach der Statistik, sieht es mehr als positiv für den VfB aus, denn in der Rückrunde hat Jenas Drittliga-Reserve noch kein Heimspiel gewonnen. Der letzte Sieg datiert vom 13. Februar. Germania hingegen gewann die letzten elf Partien und stellt das auswärtsstärkste Team. Horst Rau fehlt morgen (14 Uhr) Gelb-gesperrt.