Von Klaus Renner

Magdeburg. Eine Debatte, die der immer noch in Abstiegsgefahr schwebende Regionalligist FCM derzeit überhaupt nicht gebrauchen kann, nimmt zwei Spieltage vor Saisonabschluss enorm Fahrt auf. Diesmal im Fokus Stammtorhüter Matthias Tischer. Der 25-Jährige, der einst das Fußball-Abc beim Magdeburger SV Preussen erlernte, soll bei Drittligist Rot-Weiß Erfurt heißer Kandidat für die Nachfolge von Dirk Orlishausen werden. Der aus dem thüringischen Sömmerda stammende Keeper soll zur kommende Saison zu Zweitligist Karlsruher SC wechseln.

Tischer selbst wie auch Erfurts Manager Torsten Traub halten aber den Ball flach.

Traub bestätigt zwar, den FCM-Torhüter beobachtet zu haben, schränkt aber ein: "Wir waren mit Matthias Tischer im Gespräch. Allerdings haben wir mehrere Kandidaten für diese Position, Tischer steht da nicht in den oberen Regionen."

Der Betroffene, der noch am Sonntag mit einigen tollen Paraden seine Elf vor einem zwischenzeitlichen höheren Rückstand bewahrt hatte, bricht erst einmal eine Lanze für die FCM-Vereinsführung: "Ich ziehe den Hut vor unserer Führungsetage. Ihr fehlt die Planungssicherheit. Es ist für die Verantwortlichen schwer, in unserer Situation Pflöcke für die Zukunft einzuschlagen."

Alles ordne er derzeit dem Klassenerhalt unter. Erst dann wolle er sich entscheiden. Gespräche, so Tischer, würden derzeit "mit Erfurt wie auch mit anderen Vereinen der dritten und der Regionalliga" laufen, "unterschrieben ist aber nichts". Die endgültige Entscheidung über seine sportliche Zukunft sei unter anderem davon abhängig, wer künftig Trainer bzw. sportlicher Leiter sei.