Von Klaus Renner

Kienbaum/Magdeburg. Das Ziel ist klar, der Weg dahin äußerst beschwerlich. Magdeburgs Vorzeige-Kanute, Olympiasieger und Weltmeister Andreas Ihle, will sein Medaillenkonto bei den Weltmeisterschaften (17. bis 21. August, Szeged) wie auch den europäischen Titelkämpfen (30. Juni bis 3. Juli, Zagreb) weiter aufstocken. Doch die Konkurrenz im eigenen Land ist groß. Und deshalb hat der Deutsche Kanu-Verband (DKV) nach den nationalen Qualifikations-Rennen im Einer nun den in Duisburg stattfindenden dritten Weltcup dieses Jahres vom 27. bis 29. Mai als ersten Test für die neu zusammengesetzten Mannschaftsboote bestimmt.

Derzeit feilt die deutsche Kanu-Elite im Trainingslager im brandenburgischen Kienbaum an ihrer Form. Vom SCM mit dabei sind neben Ihle außerdem Kajak-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Conny Waßmuth und Canadier-Weltmeister Erik Leue.

Mit täglich ab 8.30 Uhr vier Trainingseinheiten, etwa 85 Prozent in ihren Booten auf dem Wasser, der Rest Athletik und Läufe, wird den Athleten alles abverlangt. Die Latte für Duisburg liegt hoch. "Wer bei den Höhepunkten der Saison in einem deutschen Auswahlboot sitzen möchte, muss auf der Wedau mindestens Dritter werden und darf maximal 1,5 Prozent langsamer als das Siegerboot sein", erklärt Ihle, der den Kajak-Zweier mit dem Neubrandenburger Martin Hollstein besetzt, den riesigen auf den Athleten lastenden Druck.

Dabei verlief der Saisonstart nicht problemlos, was der 31-Jährige so beschreibt: "Das hat nicht so gepasst wie gewünscht." Nach eigenen Angaben fehlt dem Spezialisten über die 1000 m in diesem Jahr "das Training mit hohen Schlagfrequenzen und bei hoher Geschwindigkeit". Grund ist die Schulter-Operation im Oktober vergangenen Jahres. "Die operierte Stelle ist okay, aber seitdem schmerzt es im Schulter-Eckgelenk." Spürbar geholfen habe dem AOK-Angestellten das Training in einem Magdeburger Fitness-Center.

Ihle hat vor dem ersten Saisonstart im Zweier mit seinem Vorjahrespartner "ein recht gutes Gefühl". Am Sonntagmittag sind alle klüger …