Magdeburg. Vorzeitiger Klassenerhalt oder Zittern bis zum Schluss? Am 33. Regionalliga-Spieltag müssen die Kicker des 1. FC Magdeburg morgen (13.30 Uhr, AWD-Arena) bei Hannover 96 II ran und wären bei einem Sieg aller Sorgen ledig. Andererseits könnte sich die Situation bei einer Niederlage noch einmal dramatisch zuspitzen.

Alle Club-Verantwortlichen sehnen förmlich das Saisonende herbei. Die mehr oder weniger katastrophal verlaufene Rückrunde hat vielen die Lust am Fußball genommen.

Unterdessen versucht Trainer Wolfgang Sandhowe, für gute Stimmung im Team zu sorgen und die Verkrampfung zu lösen, mit der dieses Team nach wie vor zu kämpfen hat. Zwar gelangen zuletzt zwei Siege in Folge, doch überzeugend gewonnen wurden die Spiele bei Türkiyemspor (1:0) und gegen Eintracht Braunschweig II (3:2) nicht. Eine beliebte Variante – auch bei Sandhowe – sind Spielformen Jung gegen Alt. "Das sorgt einerseits für eine gewisse Lockerheit, andererseits gehört auch Konzentration dazu", weiß der 57-Jährige, den der jüngste Heimsieg noch lange beschäftigt hatte. "Ich war schon ans Kreuz genagelt und bin wieder auferstanden", blickte er noch einmal auf die dramatische Schlussphase zurück, die den FCM schon auf der Verliererstraße sah, die aber letztlich doch noch zu einem Happy-end führte und den Trainer zu einem weiteren seiner typischen Sprüche veranlasste: "Meine Frau ist nachts wach geworden, weil ich so gelacht habe ..."

Ob die Blau-Weißen auch morgen wieder Grund zur Freude haben, hängt laut Sandhowe ("Hannover ist klarer Favorit") weitgehend davon ab, ob sein Team die vorgegebene Marschroute umsetzen kann. Die lautet (was wenig überraschen dürfte), dass der Club hinten kompakt stehen, aggressiv gegen den Ball stehen und dann schnell auf Konter umstellen will, um den einen oder anderen Nadelstich zu setzen. "Wenn sich dann im Laufe der Partie her-ausstellen sollte, dass das nicht reicht und wir offensiver spielen müssen, werde ich sicher reagieren", sagte Sandhowe, der sich aber von der in der Vergangenheit des öfteren praktizierten Variante, Spieler aus der U 23 (Koschwitz, Krumnow, Brendel) einzuwechseln, verabschiedet hat: "Das sollen jetzt die eigenen Leute rausreißen."

Dazu zählt auf alle Fälle der wiedergenesene Stephan Neumann (Volksstimme berichtete), und Sandhowe stellt dem Vize-Kapitän durchaus einen Platz in der Stammelf in Aussicht.

Ansonsten hielt sich der 57-Jährige eher bedeckt, dürfte aber sehr wohl registriert haben, dass die Ladehemmung im Sturm weiter das gravierendste Problem ist. Positiv, dass der wieder- erstarkte Denis Wolf dann auftrumpft, wenn er wie gegen Braunschweig aus der Tiefe kommt. Marko Verkic stellte dagegen einmal mehr unter Beweis, dass er in dieser Verfassung in der Regionalliga nichts zu suchen hat.