Mit dem Heimspiel gegen Holstein Kiel (Sonnabend, 13.30 Uhr) geht für den Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg eine echte Chaos-Saison zu Ende. Die drängenden Fragen lauten nun: Hat der Club aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt? Und wie wird der Kader für 2011/12 aussehen?

Magdeburg. Wie Sportchef Detlef Ullrich ankündigte, soll es einen Neuaufbau, aber keinen radikalen Umbruch geben. Der 55-Jährige hatte am vergangenen Montag nach seiner Vorstellung als Sportdirektor erste Sondierungsgespräche mit den wichtigsten Spielern geführt.

Wie FCM-Pressesprecher Stephan Lietzow gestern mitteilte, besitzen momentan sechs Akteure einen gültigen Vertrag für die kommende Saison: "Aus der jetzigen Regionalligamannschaft sind dies Kosta Rodrigues, Marvin Wijks, Daniel Bauer, Daniel Halke und Denis Wolf. Hinzu kommt aus der A-Jugend Fabian Falkenberg. Darüber hinaus sind wir uns mit Phillip Blume und Nils Butzen einig, zwei weitere Stammspieler aus dem Junioren-Bundesligateam, von denen nur noch die Unterschrift fehlt."

Bei allen anderen laufen die Kontrakte aus bzw. haben die Spieler nicht die Einsatzzeiten erreicht, damit sich der Kontrakt automatisch verlängert. Und selbst bei den genannten fünf Spielern ist nicht hundertprozentig sicher, dass sie 2011/12 tatsächlich auch das FCM-Trikots tragen. Beispiele dafür, dass sich der Verein trotz bestehender Verträge von Angestellten getrennt hat, gab es zuletzt genug (Vujanovic, Rosin, Braham).

Handlungsbedarf für 2011/12 besteht vor allem im Sturm, der sich mit Ausnahme des bislang neunfachen Torschützen Wolf als laues Lüftchen entpuppt hat. Die Tage von Shergo Biran – noch immer ohne Treffer – und Marko Verkic, der vor seinem Gastspiel beim FCM unter Ullrich in Cottbus trainiert und diesen schon damals nicht überzeugt hat, dürften dagegen gezählt sein. Vielleicht kehrt ja Lars Fuchs zurück, der schon öffentlich sein Interesse bekundet hat und bereit ist, seine Zelte in Hannover abzubrechen (Volksstimme berichtete). Vorm Kiel-Spiel wird es laut Lietzow aber definitiv keine Vollzugsmeldungen geben.