Nach dem letzten Heimspiel gegen Holstein Kiel sprach Volksstimme-Redakteur Uwe Tiedemann mit FCM-Präsident Peter Fechner (56).

Volksstimme: Zum Abschluss vier Siege hintereinander und in der Endabrechnung sogar noch Tabellen-Zwölfter. Man ist fast geneigt zu sagen: Ende gut, alles gut ...

Peter Fechner: Das würde passen, aber so einfach ist es natürlich nicht. Letztlich war es ein hartes Stück Arbeit und der monatelange Abstiegskampf eine schwere Belastung.

Volksstimme: Sie hatten vor kurzem angedeutet, dass der Verein zum Saisonende keinen radikalen Umbruch vollziehen will. Ist es aber angesichts dieser letztlich so enttäuschend verlaufenen Saison nicht sinnvoll, sich von möglichst vielen Spielern zu trennen?

Fechner: Das sehe ich nicht so. Gerade wenn man die letzten Spiele betrachtet, so war doch ein gewisses Leistungsprofil erkennbar, so dass wir am Kern festhalten können.

Volksstimme: Dennoch ist diese Mannschaft weit hinter den Erwartungen zurückge-blieben. Welche entscheidenden Fehler wurden gemacht?

Fechner: Ich bitte um Verständnis, wenn ich nicht mehr von der Vergangenheit reden möchte. Präsidium und Aufsichtsrat haben erkannt, wo der Club Schwächen hat, nämlich bei der sportlichen Kompetenz. Daraufhin wurde Detlef Ullrich als sportlicher Leiter eingestellt, weil es ein erfahrener Mann sein sollte, der bereits Aufbauarbeit geleistet hat und etwas von Strukturen versteht.

Volksstimme: Die spannendste Frage lautet jetzt natürlich, wer neuer Trainer wird. Es fielen u.a. Namen wie Damian Halata, Andre Breitenreiter und Andreas Zachhuber. Oder darf Wolfgang Sandhowe weitermachen?

Fechner: Das ist allein Sache des sportlichen Leiters, der diesbezüglich sicher eine schnelle Entscheidung treffen wird. Das Präsidium wird sich aus diesem Bereich komplett heraushalten. Es war ja auch Sinn der Sache, dass wir dafür einen hauptamtlichen Sportchef einstellen. Trotzdem noch ein Wort zu Sandhowe: Er ist ein ehrlicher Typ, und wir sind ihm dankbar, dass er den Klassenerhalt gesichert hat. Das ist jedoch nicht als Empfehlung von meiner Seite aus zu verstehen.

Volksstimme: Was ist denn, ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen, vom FCM 2011/12 zu erwarten?

Fechner: Ich bin überzeugt davon, dass wir eine starke Mannschaft haben und dabei stets im Auge behalten werden, um die Spitze mitzuspielen.