München (dpa). Die Münchner Olympia-Bewerber um die Winterspiele 2018 sind auf die Zielgerade eingebogen, doch 59 widerspenstige Landwirte wollen das Milliardenprojekt immer noch zu Fall bringen.

"Es gab keine Verhandlungen und es wird keine geben", sagte Rechtsanwalt Ludwig Seitz gestern. Der Vertreter der 59 Bauern in Garmisch-Partenkirchen widersprach Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU), der am selben Tag eine baldige Lösung des Streits angekündigt hatte.

"Das ist schlichtweg unverfroren und falsch", sagte Seitz. Schneider hatte Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern angekündigt, die ihr Land für die Winterspiele nicht hergeben wollen: "Wir versuchen, das diese oder nächste Woche unter Dach und Fach zu bringen", erklärte Schneider. Verhandlungen seien eine Schimäre, sagte Seitz und betonte, dass es bisher seitens der Bewerber keine Versuche gegeben habe, Verhandlungstermine zu vereinbaren.

Trotz der neuerlichen Störfeuer aus Garmisch starteten die bayerischen Olympia-Macher gestern – einen Tag vor der Abgabe der offiziellen Bewerbungsdokumente – mit viel Zuversicht und einer wichtigen Lektüre auf den Weg ins schweizerische Lausanne.

Neben dem Sportstätten-Konzept beantwortet das Bid Book auch detailliert Fragen zu Themen wie Verkehr, Unterbringung, Umwelt, Technologie und Sicherheit. Eröffnungs- und Schlussfeier sollen vor 70 000 Zuschauern im altehrwürdigen Münchner Olympiastadion abgehalten werden. IOC-Chef Rogge stellte jüngst klar, dass es bei der Bewerbung entscheidend auf die Inhalte des Bid Book ankomme. "Wir haben eine hervorragende Chance, zu gewinnen", meinte DOSB-Präsident Thomas Bach .