Die U-23-Kicker von Eintracht Braunschweig gewannen gestern Abend in der Magdeburger Gieselerhalle die elfte Auflage des Kroschke-Hallencups. Die Niedersachsen besiegten Vorjahresfinalist MSV Börde Magdeburg im Endspiel 3:1. Das Neunmeterschießen um Platz drei entschied die "Erste" des FCM 3:1 gegen die eigene U 23.

Magdeburg. Die beste Vertretung des Turniers hatte am Ende des fünfstündigen Fußball-Marathons vor rund 1700 Zuschauern verdient die Nase vorn. Vorjahresfinalist Börde glich zwar einen 0:1-Rückstand aus, musste dann aber doch die Überlegenheit der Niedersachsen anerkennen.

Regionalligist FCM enttäuschte. Mit der mageren Ausbeute von Siegen über TuS Magdeburg-Neustadt (2:0) und den VfB Ottersleben (4:0), einem 1:1 gegen den MSV Börde und einer überraschenden 1:2-Pleite gegen die SG Handwerk Magdeburg hatte die Truppe von Trainer Ruud Kaiser als Gruppenzweiter nichts mit der Vergabe des angestrebten "Cuips" zu tun. Der Coach war entsprechend bitter enttäuscht: "Ich bin sehr böse. Das gibt am Sonnabend früh ein Straftraining. Klar haben wir zuletzt viel Athletik und Kraft trainiert, aber diese Leistung war indiskutabel." Der 50-Jährige erinnerte an die Turniere in Erfurt und Nordhausen, wo sein Team Erster beziehungsweise Zweiter geworden war: "Da war ein höheres Niveau, wir haben aber zehn von elf Spielen gewonnen und sogar Drittligist Jena 5:0 abgeschossen. Vor allem im Vorrundenspiel gegen Handwerk haben wir ohne Biss und Charakter gespielt."

In der Gruppe A hatte sich Eintracht Braunschweig II punktgleich mit der Reserve des FCM (beide zehn Zähler) dank des besseren Torverhältnisses durchgesetzt. Die Gruppe B sah der MSV Börde mit zehn Punkten als unbezwungenen Gewinner.

Auch bei ihrer dritten Turnierteilnahme war für die Bundesliga-Handballer des SCM nichts zu holen. Nach einem 0:6 gegen die U 23 des FCM, einem 0:5 gegen die Magdeburger Preussen und einem 1:6 gegen die U 23 von Eintracht Braunschweig waren die Handball-Spezialisten in ihrer Gruppe gegen die kickende Zunft bereits chancenlos, ehe es im letzten Gruppenspiel ein 2:4 gegen Fortuna gab.

Dennoch sorgte die Truppe um ihren spielenden Trainer Frank Carstens des Öfteren für Stimmung in der Halle. Als Bennet Wiegert gegen die Eintracht-Reserve das zwischenzeitliche 1:3 erzielt hatte, waren erstmals SCM-Sprechchöre zu hören. Aber als im letzten Gruppenspiel Fortuna Magdeburg gar mit 1:0 gegen das Carstens-Team in Führung gegangen war, mussten die Handballer mit anhören, wie die Fortuna-Fans das in der Bördelandhalle gängige "Oh, wie ist das schön" anstimmten.