Die beste Mannschaft des Turniers, die Reserve des Fußball-Drittligisten Eintracht Braunschweig, zog am Freitag-abend als Sieger des 11. Kroschke-Hallencups aus der Magdeburger Gieselerhalle von dannen. So gar nicht in Tritt kam dagegen Regionalligist FCM, der in seiner Vorrundengruppe an Finalist MSV Börde gescheitert war. Auch wenn sie für die meiste Stimmung sorgten, kamen die SCM-Handballer über Gruppenplatz fünf nicht hinaus.

Magdeburg. Doch auch beim "Fremdgehen" hatten die Handballprofis des SCM in der Gieselerhalle die größte Fanschar. Dem Team von Trainer Frank Carstens, der sich selbst uneigennützig in den (Abwehr)-Block eingebaut hatte, blieb zwar in seiner Vorrundengruppe nur Platz fünf, erzielte drei Treffer. Wenn das Leder dann doch mal in des Gegners Netz zappelte oder "Ersatzkeeper" Kjell Landsberg einen Schuss parierte, machten sich die zahlreichen Anhänger des kleineren Balles lautstark bemerkbar.

Carstens, der sich als einziger aller Trainer der zehn Teilnehmer selbst einwechselte, bezeichnete das Turnier als "eine tolle Veranstaltung" und ergänzte dann: "Das Wichtigste ist, dass es keine Verletzungen gab. Man hat gesehen, wir brauchen eben mehr Praxis, aber das ist nicht unser Job."

Für Ex-Handballer Steffen Stiebler, Mitglied der SCM-Geschäftsführung, der sich immer im Dunstkreis seines Teams aufhielt, war der Kroschke-Cup "eine schöne Abwechslung. Nach dem überwiegenden Krafttraining der vergangenen Tage war das eine willkommene Auflockerung".

Proben seines überdurchschnittlichen fußballerischen Könnens hätte allzu gern auch SCM-Chef Dirk Roswandowicz gegeben. Turnierleiter Heiner Laugisch hatte dem ehemaligen Regionalliga-Kicker (FCM und Lok/Altmark Stendal) angeboten, die Reihen der Bundesliga-Handballer zu verstärken. Die Roswandowicz-Dienste wären aber offensichtlich doch gebraucht worden …

Dass die SCM-Handballer auch im nächsten Jahr dem Kroschke-Cup erhalten bleiben, hofft Heiner Laugisch, dem selbstverständlich nicht entgangen war, dass die Ballkünstler aus der Bördelandhalle erneut das "Team der Herzen" waren. "Die Handballer finden immer eine große Resonanz. Ich spreche ihnen hiermit schon einmal die Einladung für das Turnier 2012 aus."

Am anschauenswertesten waren allerdings die Spiele der Braunschweiger U 23. Technisch am versiertesten, mit zumeist "aufgelöstem" Torhüter auch taktisch auf der Höhe, nahm die Eintracht verdient den Pokal mit in Magdeburgs Partnerstadt.