Igls/Winterberg. Ein Fehler hatte bereits über den Ausgang des Rennens entschieden, ein Fehler bei der Ausfahrt aus Kurve neun, zwei Zehntelsekunden verloren Manuel Machata und sein Anschieber Andreas Bredau deshalb, der Podestplatz war damit nach dem ersten Lauf in weite Ferne gerückt.

Dass die beiden Hünen vom SC Potsdam dann doch entspannt lächelten nach Ende des zweiten Laufes und Platz vier beim Weltcup am vergangenen Sonnabend in Igls (Österreich), lag auch da-ran: "Der zweite Lauf war viel besser, wir hatten die drittschnellste Zeit", berichtet der Burger Bredau. Und "wichtig war es für uns, am Start wieder mitzuhalten mit den Besten im Weltcup, das ist uns auch ganz gut gelungen." Hinter dem Schweizer Beat Hefti und dem Russen Alexander Zubkov hatten beide die drittbeste Startzeit.

Und mehr: Einen Tag später standen Machata und Bredau mit Richard Adjei und Christian Poser im gro-ßen Schlitten wieder auf dem obersten Podest. Der erneute Sieg des Teams hat inzwischen eine logische Folge: "Wir sind sicher jetzt einer der Favoriten für die WM am Königssee, aber wir halten trotzdem den Ball flach und konzentrieren uns auf die kommenden Weltcups", sagt Bredau – der nächste startet am Wochenende in Winterberg.

Vom Shootingstar zum Favoriten – in seiner Debütsaison macht Machata fast alles richtig und hat dazu sein passendes Team gefunden. Es ist ein Vertrauensbeweis, dass der 26-Jährige bei den deutschen Meisterschaften vor zwei Wochen in Winterberg seinen gleichaltrigen Hauptanschieber komplett geschont hat, Gleiches gilt beim kommenden Weltcup (zugleich die Europameisterschaft) im Vierer. Nur im Zweier wird Bredau seinen Piloten begleiten, da wollen sie mit Blick auf die WM weiter wachsen. Mit der Rückkehr von Thomas Florschütz zu Jahresbeginn und nach verletzungsbedingter Pause hat sich inzwischen der Kreis der WM-Favoriten vergrößert.

"Dass ,Flori‘ wieder da ist, freut mich persönlich sehr", erklärt Bredau. "Ich komme gut mit den Jungs zurecht, man unterstützt sich gegenseitig. In Igls konnte man sehen, wie stark das Team bereits ist. Wir müssen hart arbeiten, um vorn zu bleiben." Florschütz und Machata wurden zeitgleich im Zweier Vierte, im Vierer kam der Riesaer auf Platz zwei.