Magdeburg. Regionalligist 1. FC Magdeburg vermeldet seinen zweiten Neuzugang in der Winterpause: Angreifer Shergo Biran unterschrieb am Donnerstag einen Vertrag. Die Blau-Weißen verpflichten den 32-Jährigen bis 30. Juni 2012. Biran hatte zuletzt nach Unstimmigkeiten mit Trainer Maucksch seinen bis 2012 befristeten Kontrakt mit Dynamo Dresden im gegenseitigen Einvernehmen vorzeitig aufgekündigt. Trotzdem ist noch nicht klar, ob Biran bereits am 30. Januar im Auswärtsspiel bei Holstein Kiel aufgeboten werden kann. FCM-Trainer Ruud Kaiser: "Wir haben die Unterlagen umgehend zum DFB geschickt und warten jetzt auf die Spielgenehmigung."

Der Spieler selbst freut sich ebenfalls, dass nach langen Verhandlungen seines Beraters mit dem zurückgetretenen, aber noch amtierenden FCM-Präsident Volker Rehboldt jetzt "die Kuh vom Eis" ist: "Ich selbst war mir recht früh mit Ruud Kaiser einig. Wir kennen uns seit langem und hatten demzufolge sofort die gleiche Wellenlänge. Zuletzt gab es nur noch einige Details zu klären. Jetzt fiebere ich dem Punktspielstart entgegen."

Mit Biran, dem in Deutschland geborenem und aufgewachsenem Sohn einer deutschen Mutter und eines kurdischstämmigen Syrers, hofft Kaiser künftig auf mehr Durchschlagskraft in der Angriffsmitte. Nach einem 30-minütigen Kurzeinsatz zuletzt beim 1:0 über Verbandsligist Haldensleber SC dürfte der zweite FCM-Neuzugang nach Kosta Rodrigues wohl heute ab 13.30 Uhr gegen Nord-Oberligist Ludwigsfelder FC (Nebenplatz MDCC-Arena) länger auf dem Spielfeld zu sehen sein.

Die Bilanz der bisherigen Winterpausen-Tests des FCM mit drei Siegen in den drei bisherigen Spielen (4:1 gegen Sachsen Leipzig, 4:0 gegen SV Staßfurt, 1:0 gegen den Haldensleber SC) und je einem ersten, zweiten und dritten Platz bei Hallenturnieren liest sich so schlecht nicht. Allerdings waren die bisherigen Kontrahenten stets unterklassig.

Beim indirekten Aufeinandertreffen mit Regionalliga-Mitbewerber Eintracht Braunschweig II vor Wochenfrist beim Kroschke-Cup in der Gieselerhalle hatten die Niedersachsen am Ende die Nase vorn. Auch wenn Kaiser den Hallenfußball geflissentlich als "ganz andere Sportart" bezeichnet, hatte die U 23 des Bundesligisten eine Lehrstunde von technisch und taktisch versiertem Fußball geliefert.