Von Klaus Renner

Schwedt/Magdeburg. Das war knapp! Gewichtheber-Bundesligist SSV 1884 Samswegen ist bei seinem Gastspiel bei Blau-Weiß Schwedt knapp einer Sensation entgangen. Nach dem denkbar geringen Ein-Punkt-Vorsprung nach dem Reißen (276,7:275,7) zogen die Männer um den Sportlichen Leiter Wolfgang Weber in ihrer ohnehin stärkeren Disziplin, dem Stoßen, den Kopf aus der sich bedenklich zuziehenden "Schlinge".

"Dass es so eng wird, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet", gestand denn auch Weber, dessen Sextett sich an der Oder zu seiner zweitbesten Saisonleistung aufschwingen musste, um eine unliebsame Überraschung zu vermeiden.

Auch wenn die gestandenen Heber, Markus Krümmer und Martin Herberg, mehr Punkte holten, gelangen Florian Altmann als einzigen Samsweger Athleten sechs gültige Versuche. Der 20-Jährige stellte mit 171 Kilo im Stoßen, 301 Kilo im Zweikampf und 111,8 Punkten drei neue persönliche Bestmarken auf. Eine überzeugende Leistung bot auch der für Samswegen startende Albaner Ervis Tabaku, dessen 142,8 Punkte entscheidend dazu beitragen, dass die "Bördestemmer" am Ende triumphierten. Bemerkenswert Tabakus Steigerung im Reißen von 145 im Zweiten auf 153 Kilo im letzten Versuch. Damit entriss Samswegen den Gastgebern sogar noch den Punkt in dieser Teildisziplin. Weber konnte es sich schließlich erlauben, nach 173 Kilo im zweiten Versuch des Stoßens auf Tabakus dritten Anlauf zu verzichten.

Samswegen: Herberg 76,5 kg Körpergewicht/135 kg Reißen/166 kg Stoßen/301 Zweikampf/150,0 Punkte; Wohl 80,1/117/150/267/106,8; Tabaku 91,6/153/173/326/142,8; Krümmer 93,5/145/182/327/140,0; Altmann 94,6/130/171/301/111,8; Bruse 110,9/136/168/304/96