Magdeburg. Beim Auftaktspiel des kriselnden Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg nach der Winterpause (0:2 beim Hamburger SV II) lief er zum ersten Mal im blau-weißen Trikot auf und stellte auf Anhieb unter Beweis, dass er im defensiven Mittelfeld zu einer wertvollen Verstärkung werden kann – Kosta Rodrigues.

Auch Trainer Ruud Kaiser bescheinigte dem 31-Jährigen "eine ordentliche Leistung". Der Chefcoach relativierte allerdings: "Es war noch nicht top, doch das kommt noch. Kosta hat immerhin ein halbes Jahr nicht mehr gespielt."

Der Betroffene selbst war ebenfalls zufrieden, hätte sich allerdings einen besseren Einstand gewünscht: "Mit einer Niederlage zu starten, ist immer schlecht. Aber bis auf die Anfangsphase haben wir gut nach vorne und über die Außen gespielt und uns Chancen erarbeitet. Was fehlte, war natürlich ein Tor."

Rodrigues ist fest davon überzeugt, dass er noch stärker wird: "Ich weiß, was ich kann und werde das auch noch zeigen. Ein halbes Jahr Pause steckt man aber nicht so leicht weg." Und: "Freundschaftsspiele sind das eine, Pflichtspiele das andere. Das ist schon eine Umstellung. Und das letzte Punktspiel habe ich im Mai 2010 bestritten."

Dass er dennoch 90 Minuten durchspielte und keinerlei Konditionsschwächen zeigte, unterstreicht, dass er absolut fit ist. Und er ist realistisch: "Dass beim HSV einige Profis mitgespielt haben, ist zwar ärgerlich. Aber damit muss man leben. Und ich will die Niederlage auch nicht auf den schlechten Platz schieben. Man weiß nie, was in den nächsten Wochen und Monaten noch alles auf uns zukommt."

Was die Tabellensituation anbetrifft, will der gebürtige Rüsselsheimer (Marktwert 100 000 Euro) nichts beschönigen, betont aber zugleich: "Natürlich schaut man auf die Tabelle und weiß, dass es momentan nicht gut aussieht. Ich will das Wort Abstiegskampf aber nicht hören. Ich glaube, dass wir schnell wieder da unten rauskommen."

Dass das aber nur über viel Kampf und Einsatz geht, bekam Rodrigues schon bei seinem Debüt zu spüren. Als "Erinnerung" der Tätlichkeit des Hamburgers Torun, die zu Recht mit Rot geahndet wurde, verließ der FCM-Neuzugang das Norderstedter Plambeck-Stadion mit einem dicken Knie. Sein Einsatz am nächsten Sonnabend im Abstiegsduell mit Wilhelmshaven ist allerdings nicht gefährdet.