Fort Kent (dpa). Ein Doppel- und ein Dreifachsieg bei den Frauen, Rang vier durch Andreas Birnbacher: Die deutschen Biathleten haben in Fort Kent beim letzten Weltcup vor der WM ihre Medaillenambitionen angemeldet. Birnbacher feierte gestern im Massenstartrennen mit Platz vier sein bestes Saisonergebnis und sieht sich zweieinhalb Wochen vor dem Saisonhöhepunkt auf dem richtigen Weg. "Läuferisch wird es von Tag zu Tag besser. Wenn ich die-se Form halte, kann ich bei der WM um die Medaillen mitkämpfen. Das ist mein Ziel", sagte der Schlechinger.

Ohne die angeschlagenen und vorzeitig gen Heimat abgereisten Michael Greis und Arnd Peiffer wusste auch Daniel Böhm als Elfter zu gefallen. Besser lief es für den Niedersachsen noch im Sprint, wo er Fünfter wurde.

Die Frauen trumpften groß auf. Nach dem Dreifacherfolg im Sprint durch Andrea Henkel, Miriam Gössner und Magdalena Neuner sowie dem Henkel-Neuner-Doppelsieg in der Verfolgung ist die Konkurrenz einmal mehr gewarnt: Die Vergabe der WM-Medaillen geht nur über die Deutschen. "Wir sind gut drauf, die Stimmung in der Mannschaft ist top. Die WM kann kommen", sagte Neuner mit Blick auf die am 3. März beginnenden Titelkämpfe. Sie selbst rundete gestern das starke Ergebnis ab: Sie gewann überlegen den Massenstart über 12,5 km vor Andrea Henkel (Großbreitenbach), die damit die Führung im Gesamtweltcup übernahm. "Das war ein richtig schönes Rennen", freute sich Neuner über den Triumph.