Sofia (dpa). Mit Können und Nervenstärke hat Großmeister Viswanathan Anand aus Indien seinen WM-Titel im Schach verteidigt. Der 40 Jahre alte "Tiger von Madras" gewann gestern die zwölfte und letzte Partie gegen Wesselin Topalow (Bulgarien) und entschied das spannende Match mit 6,5:5,5 zu seinen Gunsten. Der alte und neue Champion nutzte einen Blackout des Herausforderers im 32. Zug zu einem unwiderstehlichen Königsangriff. Es war der erste Schwarz-Sieg während des hochklassigen WM-Duells in Sofia. Anand kassiert für seinen WM-Sieg 1,2 Millionen Euro, Topalow erhält 800 000 Euro.

"Das freut mich sehr. Anand ist ein sehr sympathischer Spieler, ich bin ein absoluter Fan von ihm", erklärte der deutsche Großmeister und Schach-Kommentator Helmut Pfleger. Der Münchner lobte vor allem das Niveau des Zweikampfes im Zentralen Militärclub Sofia. "Die Qualität dieser WM war sehr gut. Daran hatte Topalow mit seinem Kampfgeist großen Anteil. Es gab keine Großmeister-Remis."