Barcelona (dpa/SID). Lob für Michael Schumacher, Spott für seinen Silberpfeil. "Plötzlich war es so, als wäre der berüchtigte alte Mann der Formel 1 nie weggewesen", schrieb die englische Zeitung "The Times" über den Rekordweltmeister der Formel 1 nach Platz vier beim Gro-ßen Preis von Spanien. "Schumacher ist wieder ein Großer. Da ist er wieder!", jubelte sogar der "Corriere dello Sport" aus dem Ferrari-Land Italien.

Doch eines wurde vor dem Grand-Prix-Klassiker am kommenden Wochenende in den engen Straßenschluchten von Monte Carlo deutlich – trotz Schumachers bisher bester Platzierung seit dem Comeback: "Wir konnten eigentlich nur darauf hoffen, dass die anderen Teams ein Problem mit der Zuverlässigkeit haben werden, um ein paar Plätze gutzumachen; aber das ist auch nicht gerade das, was man sich wünscht", sagte Schumacher.

Deshalb erhält der 41-Jährige gleich noch einen neuen Silberpfeil. "Wir haben ein eigenes Auto für Monaco. Ich bin sehr optimistisch, dass wir damit konkurrenzfähiger als in Barcelona sein werden", verriet Mercedes-Geschäftsführer Nick Fry.

Über eine Minute nach Sieger Mark Webber im Red Bull hatte Schumacher in Barcelona die Ziellinie überquert. Und immer noch zehn Sekunden hinter dem WM-Dritten Sebastian Vettel, der seinen Red Bull die letzten zehn Runden fast ohne Bremsen manövrieren musste. "Wenn ein Auto nicht geht, dann geht es einfach nicht. Das ist bei Mercedes derzeit der Fall", meinte Ex-Weltmeister Niki Lauda.

Gegen den britischen McLaren-Mercedes-Piloten und Weltmeister Jenson Button zeigte zeigte Schumacher, was in ihm steckt. Button war "not amused" über dessen Attacke nach dem Boxenstopp. Schumacher kennt auf der Strecke weiterhin keine Freunde.