Wolfsburg (dpa). Viele Spekulationen, aber noch immer keine Entscheidung: Der neue Trainer des VfL Wolfsburg lässt weiterhin auf sich warten. Der entthronte deutsche Fußball-Meister ließ sich auch gestern von Medienberichten, wonach der Engländer Steve McClaren vom niederländischen Meister Twente Enschede die "Wölfe" übernehmen soll, nicht aus der Reserve locken. "Wir haben nie Namen kommentiert, das werden wir auch jetzt nicht tun", sagte VfL-Manager Dieter Hoeneß der Nachrichtenagentur dpa.

Der 57-Jährige verwies Berichte, Wolfsburg sei sich mit McClaren bereits einig, in die Welt der Fabeln. "Bis Ende der Woche glaube ich, dass wir es hinbekommen", sagte Hoeneß.

Auch wenn der Macher beim VfL keine Auskunft zu Namen gibt, gilt der 49 Jahre alte McClaren derzeit als Favorit. Das englische Boulevardblatt "Sun" meldete gestern bereits, man habe sich auf einen Dreijahresvertrag geeinigt, der dem englischen Ex-Nationalcoach ein Salär von knapp drei Millionen Euro jährlich beschere – mehr als doppelt so viel wie aktuell in Enschede. "In den nächsten Tagen werde ich mir über meine Zukunft Gedanken machen", hatte McClaren nach dem Titel am Sonntag gesagt. Obwohl er einen noch bis 2011 laufenden Vertrag besitzt.

McClaren ist der neueste Name der seit Ende Januar wilden Spekulationen. Nachdem der VfL Armin Veh als Nachfolger von Meistertrainer Felix Magath beurlaubt hatte, brachten Wolfsburger Zeitungen immer wieder unterschiedliche Namen wie Huub Stevens, Guus Hiddink, Sven-Göran Eriksson, Bernd Schuster oder Martin Jol ins Gespräch.

Zuletzt galt der Franzose Gerard Houllier als Favorit. Nun soll der 62-Jährige dem VfL abgesagt haben. Die "Welt" nennt eine Erkrankung von Houlliers Frau als Grund.