Leipzig (dpa). Die Handballerinnen des HC Leipzig können weiter von der Verteidigung ihres Meistertitels träumen. Die Mannschaft von Trainer Heine Jensen fegte gestern im Halbfinal-Rückspiel Provital Blomberg-Lippe mit 37:25 (19:13) vom Parkett, nachdem sie bereits am Mittwoch das erste Duell mit 28:26 für sich entschieden hatte. Im Finale kommt es nun zum Duell mit Pokalsieger Bayer Leverkusen, der den VfL Oldenburg ausschaltete. Das Hinspiel findet am kommenden Donnerstag statt, das Finalrückspiel wird am Sonntag in der Arena Leipzig ausgetragen.

"Wir haben heute das Auftreten gezeigt, das uns auch in der Saison so stark gemacht hat: Schnelle Konter, ein bewegliches Spiel und eine gute zweite Welle", lobte Jensen seine Mannschaft. Auch Gäste-Trainer André Fuhr zollte der Leistung der Leipzigerinnen Respekt: "Der HCL war die bessere Mannschaft und ist in den beiden Endspielen mein Favorit auf den Titel. Wir waren nach dem Pokalfinale leider etwas müde und mussten früh abreißen lassen. Diese Lücke konnten wir einfach nicht mehr schließen."

Vor 2498 Zuschauern in der Arena Leipzig hatten Karolina Kudlacz (7/1) und Mette Ommundsen (6/2) den größten Anteil am Leipziger Sieg. Bei den Gästen war Sabrina Neukamp mit 14 Treffern am besten.

Die Gastgeberinnen gingen konzentriert ins Spiel und übernahmen nach dem 1:0-Führungstreffer von Blomberg schnell die Initiative. Zwar arbeitete sich der Vorrundenvierte auf 11:12 (20.) heran, doch die Leipzigerinnen zogen dank zahlreicher Paraden von Torhüterin Katja Schülke und einer guten Abwehrleistung immer weiter davon (16:12/24.).

In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Blomberg machte das erste Tor, der HCL bestimmte das Spiel, sodass der Sieg am Ende nur eine Frage der Höhe war.