Halberstadt. Das Fazit von Andreas Petersen, Trainer des Fußball-Oberligisten Germania Halberstadt, fiel nach dem 0 : 0 beim heimstarken VfL 96 Halle gut aus : " Wir haben zielstrebig nach vorne gespielt, sind an unsere Grenzen gegangen und waren über weite Strecken das bessere Team. "

Kritisch anzumerken bleibt die Chancenverwertung der Halberstädter. War es im ersten Durchgang lediglich ein Kopfball von Dreier – er spielte erstmals von Beginn an für seinen neuen Verein – so ließ der Gast in der zweiten Halbzeit einiges liegen. Der Druck auf das VfL-Tor war da. Zugute kam dem VfB Germania sicher die 4-4-2-Ausrichtung, die schon im Pokalviertelfinale für Erfolg sorgte.

Weniger optimal war die Variante mit Götz im linken Mittelfeld, daher stellte Petersen im zweiten Abschnitt um. Über die rechte Angriffsseite sorgte der 20-Jährige für deutlich mehr Gefahr, fühlte sich dort sichtbar wohler. Er war auch unmittelbar an der besten Phase der Germanen beteiligt, als er aus halbrechter Position Halle-Keeper Hartleib testete. Chancen gab es in der zweiten Halbzeit für Germania en masse. An dieser Stelle fehlte dem VfB die letzte Konsequenz.

Das Manko der Halberstädter liegt auf der Hand : Zwei Tore in den vier Rückrundenspielen sind zu wenig, um Siege einzufahren und in der Tabelle einen ordentlichen Schritt nach oben zu machen. Petersen sah in der Chancenverwertung auch ein Problem : " Hier fordere ich einfach mehr Mut. "

Einen sicheren Eindruck machte in Halle dagegen wieder die Defensive. Vor allem an den Innenverteidigern Siemund und Saalbach war nicht vorbeizukommen. Hier hat Trainer Petersen ein Luxusproblem, denn mit Kopp und Wejsfelt fehlten wiederum zwei weitere exzellente Kräfte.

Halberstadt : Kischel – Pölzing, Siemund, Saalbach, Warz – Rode ( 80. Gerlach ) – Götz, Krüger, Mutschler ( 72. Reitzig ) – Dreier ( 79. Kremer ), Eggert

Schiedsrichter : Albert ( Muldenhammer ). Tore : Fehlanzeige ; Zuschauer : 240. Gelb : - / Rode, Mutschler, Götz