Berlin (dpa). Kurz vor dem Untergang intensiviert Hertha BSC noch einmal alle Rettungsversuche und schreckt auch vor Skandal-Theorien nicht zurück. Vier Spieltage vor dem Saison-Halali wehrt sich das abgeschlagene Tabellen-Schlusslicht mit einem offiziellen Protestbrief gegen vermeintliche massive Benachteiligungen durch die Schiedsrichter. "Die Summe der Fehlentscheidungen" habe gravierend in den Abstiegskampf eingegriffen, begründete Manager Michael Preetz die ungewöhnliche Maßnahme des Berliner Vereins, eine Protestnote direkt an den DFB zu schicken.

Nach zwei Entscheidungen von Referee Michael Weiner und seiner Assistenten, die nach Ansicht von Hertha das jüngste 0:1 im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart maßgeblich beeinflusst hätten, legte Preetz jede Zurückhaltung ab. Es seien Fehlurteile dabei gewesen, "die verhindern wollten, dass wir gewinnen".