Larvik (dpa). Die deutschen Handballer haben beim stark besetzten Bring Cup ihre erste Niederlage kassiert. Einen Tag nach dem Mut machenden Auftakterfolg gegen Gastgeber Norwegen musste sich die Auswahl von Bundestrainer Heiner Brand gestern Rekord-Europameister Schweden mit 22:25 (13:10) geschlagen geben. Nachdem das DHB-Team am Vortag spielerisch noch stark aufgespielt hatten, zeigte es diesmal vor allem Schwächen in Offensive und Chancenverwertung.

Bester deutscher Werfer in der Arena Larvik war der Hamburger Matthias Flohr mit fünf Toren. Heute trifft Deutschland im letzten Turnierspiel in Drammen auf Dänemark. Theoretisch ist trotz der Pleite sogar noch der Turniersieg für die Deutschen drin.

Nachdem die Deutschen am Donnerstag beim 28:27 gegen die Gastgeber laut Brand die beste Leistung seit Sommer 2009 gezeigt hatten, kamen sie gegen die Schweden vor allem in der Offensive nur schwer in Schwung. Der im Auftaktspiel bärenstarke Ersatz-Kapitän Pascal Hens wurde durch eine Sonderbewachung von Beginn an aus dem Spiel genommen und konnte keine Akzente setzen. Die Skandinavier erwischten mit dem 3:1 (6. Minute) den besseren Start. Die Auswahl des DHB schluderte mit ihren Chancen und kam selbst in Überzahl nicht zum Erfolg.

Brand wechselte schon in der ersten Halbzeit munter durch. Und es war deutlich zu sehen, dass sein Team in den verschiedenen Konstellationen bisher selten oder noch nie zusammengespielt hat. Demzufolge war das Spiel in den ersten 20 Minuten zum Teil zerfahren und ohne zündende Ideen. Weil aber auch die Schweden die ganz große Durchschlagskraft vermissen ließen und die deutsche Abwehr mit Keeper Nikolas Katsigiannis im Rücken solide arbeitete, markierte der Hamburger Matthias Floh mit dem 10:9 (26.) die erste deutsche Führung.

Doch der Halbzeit-Vorsprung war schnell aufgebraucht, denn im zweiten Spielabschnitt verloren die Deutschen völlig den Faden. Erst nach sieben Minuten beendete der Lemgoer Sebastian Preiß die Torflaute. Ein Spielkonzept war nicht zu erkennen, magere neun Tore standen nach den zweiten 30 Minuten zu Buche.

Deutschland – Schweden22:25 (13:10)

1. Dänemark129:272

2. Schweden252:512

3. Deutschland250:522

4. Norwegen127:280