Lyon (dpa). Magnifique! Selbst eine Platzwunde konnte Ivica Olic am "schönsten Tag" in seinem Leben nicht stoppen. Mit dem blutenden Kopf komplettierte der ganz groß auftrumpfende Kroate beim 3:0 des FC Bayern seinen ersten Dreierpack in der Champions League, mit dem er nun sogar Jagd auf Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona machen kann. "Ich wollte nicht rausgehen, weil ich das Gefühl hatte, dass ich noch ein paar Tore machen kann", berichtete Olic überglücklich nach dem Schlusspfiff.

"Drei Tore in so einem Spiel, das ist überragend, ein Traum", schwärmte Olic. Und es soll noch besser kommen: Im Endspiel am 22. Mai in Madrid greift der 30-Jährige nicht nur mit dem FC Bayern nach dem Champions-League-Pokal, sondern persönlich auch nach dem goldenen Ball für den besten Torschützen. Hinter Superstar Messi (FC Barcelona/8 Tore) zog er mit sieben Treffern auf Rang zwei mit Cristiano Ronaldo gleich, dem teuersten Kicker der Welt, der mit Real Madrid schon ausgeschieden ist. "Das sieht doch gut aus: Messi, Ronaldo und Olic", sagte der Billig-Bomber grinsend.

Der vor Saisonbeginn ablösefrei vom HSV verpflichtete Olic hatte die Bayern schon in der Gruppenphase mit wichtigen Treffern vor dem K.o. bewahrt. Und er hat sich als Edel-Schnäppchen und großer Transfer-Coup der Bayern erwiesen. Mit rechts, mit links und mit dem Kopf traf er in Lyon – drei Millionentore.

Olic ist ein Phänomen. Er läuft und läuft und läuft auf dem Platz - und er trifft und trifft und trifft. Magnifique, wie auch Louis van Gaal meinte: "Drei Tore, das ist fantastisch. Olic hat fantastisch gespielt", sagte der Bayern-Trainer.