Boston ( dpa ). Amerikas Leichtathletik-Asse sind heiß auf die Wüste. Während für die Europäer die kontinentalen Titelkämpfe Ende Juli in Barcelona das Jahres-Highlight sind, freuen sich die US-Cracks auf die Hallen-Weltmeisterschaften am Wochenende ( 12. bis 14. März ) in Doha im Scheichtum Katar. Zum Aufgebot zählen große Namen, insgesamt 53 Athleten besetzen sämtliche 26 Disziplinen.

Ihre Visitenkarte geben im Aspire Dome drei Titelverteidiger von Valencia 2008 ab : Christian Cantwell ( Kugelstoßen ), Zehnkampf-König Bryan Clay ( Siebenkampf ) und Lolo Jones ( 60 Meter Hürden ). Hinzu kommen neben Koloss Cantwell vier weitere Weltjahresbeste und neun Medaillengewinner – darunter sechs Weltmeister – von Berlin.

" Ich möchte mich hier nicht auf eine Anzahl von Medaillen festlegen, das ist nicht mein Ding. Aber ich kann sagen, dass wir ein solides, ausgeglichenes Team haben – eine großartige Gruppe von etablierten Veteranen und jungen Talenten ", betonte US-Chefcoach Andrew Valmon vor der Abreise. Vor zwei Jahren stellten die Amerikaner in Valencia das erfolgreichste Team, gewannen im " Palau Velodromo Luis Puig " fünf Gold-, fünf Silber- und drei Bronzemedaillen.

Valmon setzt diesmal auf mindestens fünf Titeltrümpfe. Gold-Garant dürfte vor allem Cantwell sein, der seine weltmeisterliche Form von Berlin scheinbar mühelos in den Winter mitgenommen hat. Bereits Ende Januar stieß er die Kugel bei den Millrose Games in New York auf 21, 95 Meter – bislang kam niemand weiter. Auf ein spannendes USDuell können sich die Zuschauer im Siebenkampf freuen, wo Zehnkampf Olympiasieger Clay auf Weltmeister Trey Hardee trifft. Seinen dritten Titel strebt Terrence Trammell über 60 Meter Hürden an. Der Hallen-Weltmeister von 2001 und 2006 lief bei den US-Meisterschaften Ende Februar in Albuquerque mit 7, 41 Sekunden Weltjahresbestzeit, aber kein optimales Rennen.

" Mein Start war nicht der beste, daran habe ich für Doha gearbeitet. Dort erwarte ich von mir einen perfekten Lauf ", kündigte Trammell an. In der Wüste von New Mexico stimmten sich bei den US-Trials auch 60-Meter-Sprinter Ivory Williams ( 6, 49 Sekunden ), 400-Meter-Läuferin Debbie Dunn ( 50, 86 Sekunden ) und Weitsprung-Weltmeisterin Brittney Reese ( 6, 89 Meter ) mit Weltjahres-Bestleistungen auf den Showdown in Doha ein.