Magdeburg. Der Rückrunden-Fehlstart des 1. FC Magdeburg (nur ein Punkt aus drei Spielen) hat zumindest den Vorteil, dass die Vereinsführung frühzeitig Planungssicherheit für die neue Fußball-Regionalliga-Saison 2010/11 besitzt. Da auch das Budget – der Etat dürfte um 500 000 Euro gekürzt werden und bei rund 2,3 Millionen Euro liegen – weitgehend feststeht, können die Verantwortlichen in konkrete Verhandlungen mit den Spielern eintreten. Genau das geschieht momentan.

Einen kompletten Neuaufbau soll es, wie Präsident Volker Rehboldt im Volksstimme-Interview kürzlich noch betont hatte, nicht geben, sondern ein bestimmter Spielerstamm gehalten und mit jüngeren Akteuren ergänzt werden.

Sportchef Michael Richter: "Die ersten Angebote unsererseits sind inzwischen rausgegangen. Allerdings gibt es noch keine konkreten Abschlüsse." Der 46-Jährige bestätigte, dass man "Säulen wie Daniel Bauer, Lars Fuchs oder auch Torhüter Matthias Tischer und jüngere Spieler wie Tobias Friebertshäuser oder René Gewelke halten möchte". Richter weiter: "Hinzu kommen natürlich diejenigen, die noch vertraglich an uns gebunden sind. Dabei handelt es sich um Christian Beer, Marko Verkic, Radovan Vujanovic und auch Stephan Neumann, dessen Kontrakt sich nach 20 Einsätzen automatisch um eine weitere Saison verlängert hat."

Zum künftigen Gehaltsgefüge wollte sich Richter nicht näher äußern, deutete aber zumindest an, dass auch hier gespart werden muss. Allerdings sollen die "Leistungsträger auch weiterhin leistungsgerecht bezahlt werden".

Noch einfacher würden sich die Gespräche gestalten, wenn feststeht, wer künftig die sportliche Verantwortung mit der Mannschaft trägt (Richter: "Die Meinung des Trainers ist natürlich maßgebend"). Doch diesbezüglich hält sich die Clubführung noch alle Optionen offen.