Magdeburg. Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg war in diesem Jahr Gastgeber für das traditionelle Treffen des Juniorteams Sachsen-Anhalt. Landessportbund (LSB), Olympiastützpunkt und die Stiftung Sport in Sachsen-Anhalt hatten die erfolgreichsten Nachwuchssportler des Landes eingeladen. Zudem wurden am Donnerstag Athleten aus dem Team verabschiedet und neue Mitglieder aufgenommen. Dem Juniorteam 2010 gehören nunmehr 28 Athletinnen und Athleten aus elf olympischen und paralympischen Sportarten an.

Die Leichtathleten und die Handballer (je sechs Teammitglieder) sowie die Ruderer (4) sind am häufigsten vertreten. Mit Rennrodler Toni Eggert (BRC Ilsenburg) ist ein Wintersportler und mit Florian Rau (SV Halle) seit Jahren erstmals auch wieder ein Ringer vertreten. Zwölf der 28 Teammitglieder kommen aus Magdeburger Vereinen.

Im Vergleich zum letzten Jahr ist das Juniorteam deutlich geschrumpft. "Klein aber fein" lautet die Devise, was sich auch an den Erfolgen der jungen Athleten verdeutlicht. Insgesamt 16 Teammitglieder gewannen 2009 bei Welt- und Europameisterschaften im Jugend- und Juniorenbereich eine Medaille. Mit Ruderer Tim Bartels vom SC Magdeburg gelang einem Athleten 2009 bereits der Sprung in die internationale Spitze bei den Erwachsenen.

Auch die Leistungen der Handballer Steffen Coßbau, Dario Quenstedt und Patrick Schulz, die Juniorenweltmeister wurden, von Maximilian Planer, Juniorenweltmeister im Rudern, Kanutin Franziska Berger, Zweite der Junioren-WM (alle SCM), und der Zwillinge Kai und Kevin Müller (Kanuclub Falke Magdeburg), U-23-Europameister im Kanuslalom, wurden gewürdigt.

Der Sportminister Sachsen-Anhalts, Norbert Bischoff, nannte das Juniorteam "eine wichtige Säule der Nachwuchsförderung". "Ich hoffe, dass sich viele der jungen Sportlerinnen und Sportler für Olympische Spiele und Paralympics qualifizieren werden."

LSB-Präsident Andreas Silbersack hob die finanzielle Unterstützung seitens der Stiftung Sport und von Lotto Sachsen-Anhalt für das Juniorteam hervor. "Ohne diese Unterstützung für den Trainings- und Wettkampfbetrieb wären die Erfolge der letzten Jahre nicht möglich gewesen", so Silbersack.

Übrigens: Neun von 17 Olympiastartern Sachsen-Anhalts in Peking 2008 waren als Jugendliche Mitglied im Juniorteam des Landes – ein echtes Sprungbrett also für Olympia.