Köln (dpa). Schon wieder ein Endspiel: Für das deutsche Eishockey-Team wird der Kampf ums ersehnte Viertelfinal-Ticket bei der Heim-WM zum befürchteten Ritt auf der Rasierklinge. "Wenn Du gewinnst, ist alles gut. Wenn Du verlierst, ist alles schlecht", meinte Bundestrainer Uwe Krupp vor der Nervenprobe gegen die Slowaken heute (16.15 Uhr/Sport 1). Nach der frustrierenden 1:2 Niederlage in der Verlängerung gegen Weißrussland vom Sonntag kann jetzt nur noch ein Sieg die WM-Mission von Krupps Cracks retten.

Mit schweren Beinen und müden Blicken sprachen sich die deutschen Puckjäger trotz des spürbaren Stimmungsknicks tapfer Mut für das Zwischenrunden-Finale zu. "Es ist noch nichts verloren", versicherte Verteidiger Christian Ehrhoff und forderte: "An Druck kann man wachsen. Jetzt ist es Zeit für Leistung." Auch Felix Schütz setzt auf die innere Stärke seiner Kollegen. "Wir haben alle Selbstbewusstsein, und ich glaube, dass wir es packen", beteuerte der Stürmer. Zumindest Moral und Willensstärke hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) auch gegen die unbequemen Weißrussen wieder bewiesen. "Es hätte noch schlimmer kommen können", bekannte Keeper Dennis Endras. Doch 54 Sekunden vor dem Ende brachte Marcel Müllers Gewaltschuss das DEB-Team zumindest in die Overtime.