Magdeburg. Der sportliche Niedergang beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg hat sich auch anderweitig negativ ausgewirkt.

In einer Wertung der Zeitschrift "Stadionwelt", in der diejenigen deutschen Klubs mit den höchsten Zuschaueraufkommen (Stand Anfang Mai) erfasst werden, ist der FCM mit einem Schnitt von 5799 Besuchern auf Rang 54 zurückgefallen.

Dennoch sind die Blau-Weißen hinter Rot-Weiß Essen (51./6066) zweitbester Viertligist in diesem Ranging. Auf dem Höhepunkt des Zuschauerzuspruchs nach der Eröffnung des neuen Stadions im Jahr 2007 rangierten die Magdeburger Fußballer noch auf Platz 35.

Doch nicht nur den FCM traf es. Auch die SCM-Handballer rutschten nach einer sportlich unbefriedigenden Saison auf Rang 65 zurück (2007: Platz 55).

Wie ein Blick auf die Hitliste zeigt, beherrschen die Fußballer in Deutschland weiterhin unangefochten die Spitze. In der Wertung belegen sie die Ränge 1 bis 28. Erst auf Position 29 erscheint der erste Nicht-Fußballklub: die Berliner Eisbären.

Souveräner Spitzenreiter ist Borussia Dortmund. 77 057 Besucher kamen im Schnitt zu den Heimspielen der Westfalen. Dahinter folgen unverändert der FC Bayern München (69 000) und Schalke 04 (61 293).

Bester Ostverein sind die Fußballer von Drittligist Dynamo Dresden. Mit 14 525 Besuchern distanzierten die Sachsen auf Platz 27 sogar die Zweitligisten Union Berlin (30./13 999) und Hansa Rostock (31./13 200).

Als einziger Fünftligist überhaupt schaffte der 1. FC Lok Leipzig (80./3468) den Sprung in die Top 100.

Bei den Handballern hat der HSV Hamburg (36./10 290) erneut dem jahrelangen Zuschauer-Krösus THW Kiel (10 250) die Rolle an der Spitze abgejagt. Handicap der Kieler: Ihre permanent ausverkaufte Halle fasst eben nur 10 250 Fans.