Berlin l Aliena Schmidtke hat wirklich alles versucht: Sie schwamm am Sonntagmorgen im Berliner Europa-Sportpark der Konkurrenz weit voraus, sie schwamm einer neuen Bestzeit entgegen. Nach 58,18 Sekunden schlug die 24-Jährige vom SC Magdeburg an, so schnell war sie noch nie. Doch zur vom Deutschen Schwimmverband vorgegebene Vorlaufnorm für einen Einzelstart bei der Weltmeisterschaft in Budapest (15. bis 30. Juli) fehlte ihr ein Wimpernschlag. In Zahlen: 0,03 Sekunden.

Dass es hart werden würde, diese Norm zu knacken (die Finalvorgebe liegt mit 57,51 gleich 0,19 Sekunden unter dem deutschen Rekord), hatte sie im Vorfeld gewusst. Ihr primäres Ziel war es deshalb, sich für die Lagenstaffel in Budapest zu empfehlen. Das macht sich mit Gold im Finale am Nachmittag besonders gut, aber dort wartet als härteste Konkurrentin die Teamgefährtin Franziska Hentke, die mit 59,23 Sekunden die zweitschnellste Vorlaufzeit vorlegte.

Um ein gutes Ergebnis kämpft am Nachmittag noch Emily Charlotte Feldvoss im schnellsten Zeitlauf über 800 Meter Freistil. Mehr A-Finals mit SCM-Beteiligung finden am letzten Tag der Meisterschaften nicht statt. Florian Wellbrock verpasste den Endlauf über 200 Meter Freistil trotz neuer Bestzeit von 1:49,27 Minuten nur um zwei Hundertstel.